1. Vorsitzender = Vergütung Vollzeit Tätigkeit

  • This topic has 3 Antworten, 3 Teilnehmer, and was last updated vor 1 Jahr, 7 Monate by  schlsebOW.
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  • Kein Profilbild vorhanden MillyBarbie

    Guten Tag,
    wir haben nach Abstimmung der Mitglieder in einer MV eine Satzungsänderung durchgeführt, weil wir beabsichtigt hatten, unseren Haupttrainer für seine Tätigkeit in Vollzeit anzustellen. In einer weiteren MV haben wir über die Höhe seiner Vergütung abstimmen lassen. Da wir dann doch festgestellt haben, das unser Grundgedanke so nicht ganz umsetzbar war, haben wir unseren Trainer erstmal als Rechnungssteller beauftragt. Nach 10 Monaten haben wir das einstellen müssen, da wir finanziell ein kleines Minus dadurch eingefahren haben. Nun wollen wir unseren Hauptrainer in Teilzeit anstellen, zu einem geringen Gesamt Brutto Aufwand als er als Rechnungssteller erhalten hat. Rein finanziell gesehen kann der Verein sich das leisten, wir hätten mtl. sogar noch ein nettes Plus übrig. Bei uns im Vorstand gibt es allerdings Skeptiker, die einen sagen das wir das nicht machen können, die anderen sagen aber das nichts dagegen spricht. Von 6 Vorstandsmitgliedern haben 2 für dagegen gestimmt, 2 haben sich enthalten und 2 waren dafür, u.a. auch unser 1. Vorsitzender, er hat demnach für sich selber gestimmt.
    Nun meine Frage, könnte jemand sagen das die Abstimmung nicht rechtens war? Unsere Mitglieder haben damals der Satzungsänderung und der Höhe der Vergütung, welche deutlich über dem lag was wir ihm jetzt bezahlen würden, zugestimmt. In unserer Satzung ist geregelt das der 1. Vorsitzende bei gleichstand doppeltes Stimmrecht hat, es gibt keine Ausnahmen.
    Ich bitte um ein kurzes Feedback ob wir alles richtig gemacht haben oder nicht. Wir haben im März unsere Mitgliederversammlung und möchten nicht das die beiden Vorstandsmitglieder in der Sitzung behaupten wir hätten einen Fehler gemacht.

    hbaumann hbaumann

    Um wen geht es denn hier nun; um den Trainer oder um den Vorsitzenden?

    Unabhängig davon; der Beschluss der Mitgliederversammlung kann vom Vorstand nicht einfach ignoriert werden. Die Vergütung müsste demnach wieder in einer MV neu beschlossen werden.

    H. Baumann

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    Kein Profilbild vorhanden MillyBarbie

    Der 1. Vorsitzende ist unser Hauptrainer welchen wir in ein Angestelltenverhältnis übernehmen möchten.
    Also unabhängig davon das wir ihm nun weniger zahlen möchten, müssten wir den neuen Betrag nochmal in der Mitgliederversammlung zur Abstimmung bringen?
    Gäbe es sonst noch was zu beachten wenn wir ihn anstellen möchten?

    Kein Profilbild vorhanden schlsebOW

    Also zumindest hätte der 1. Vorsitzende nicht für sich selbst stimmen dürfen bzw. an der Abstimmung teilnehmen. Das regelt §34 BGB:
    https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__34.html
    Demnach müsste der Vorstandsbeschluss ohnehin als abgelehnt gelten, weil dann nur 1 dafür Stimme gegen 2 Gegenstimmen steht.

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