Bewirtungskosten gemeinnützigkeitsschädlich??

  • This topic has 3 Antworten, 3 Teilnehmer, and was last updated vor 2 Jahre, 2 Monate by  Tom.
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    Anlässlich einer sportlichen Veranstaltung (Deutsche Meisterschaft) haben wir als gemeinnütziger Landsverband „Ehrengäste“ (Innenminister des Landes, Funktionsträger des Bundesverbandes und unseres Landesverbandes, Kommunal-Politiker und potentielle Spender) bewirtet.
    Da diese Kosten i.R.d. wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes „Sportliche Veranstaltung DM“ angefallen sind, haben wir diese Kosten dort den Einnahmen (ausschließlich: Nicht umsatzsteuerbare öffentliche Zuschüsse, nicht steuerbare Zuschüsse des Bundesverbandes und umsatzsteuerbare und umsatzsteuerpflichtige Eintrittsgelder) gegenübergestellt und dafür den Vorsteuerabtzug geltende gemacht.

    Nun hält uns das Finanzamt vor, diesen Bewirtungsausgaben stünden keine Einnahmen gegenüber, womit eine gemeinnützigkeitsschädliche Mittelfehlverwendung vorläge…??

    Gibt es vielleicht hier Jemanden, der Erfahrungen zu Bewirtungsaufwendungen anlässlich solcher veranstaltungen hat?
    Wäre es vielleicht eine „Lösung“ diese Ausgaben dem ideellen Bereich zuzuordner, da die Bewirteten mittelbat und unmittelbar Entscheidungsträger für mögliche zukünftige Einnahmen im ideellen Bereicht (Zuschüsse, Spenden etc.) sind, auch wenn dann der Vorsteuerabzug für diese Kosten „weg“ wäre?

    hbaumann hbaumann

    Das Finanzamt hat leider Recht. Wenn der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb keine Einnahmen erzielt hat, kann man auch nichts ausgeben, da ansonsten ein Minus entsteht, das ja nicht ausgeglichen werden kann.

    Solche Kosten für Ehrengäste kann man deshalb durchaus dem ideellen Bereich entnehmen. Das sind dann Repräsentationskosten. Natürlich müssen sich diese im Rahmen halten. Champagner und Hummer dürfen natürlich nicht serviert werden. Aber ein Gläschen Sekt zur Begrüßung und dann auch noch ein „normales“ Essen ist nicht schädlich.

    H. Baumann

    Kein Profilbild vorhanden SchatzmeisterKVSH

    Dankeschön für die schnelle Beantwortung.

    Es ist hier aber so, dass dieser wirtschaftliche Geschäftsbertieb (=Zweckbetrieb Sportliche Veranstaltung DM) sehr wohl Einnahmen generiert hat (Eintrittsgelder, Zuschüsse). Es ist zwar „unter dem Strich“ tatsächlich ein Verlust entstanden, der aber durch den Gewinn aus einem anderen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (auch Zweckbetrieb) ausgeglichen wird, so dass keine Mittel des ideellen Bereichs zum Ausgleich herangezogen werden.

    Verluste in wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben sind m.E. schon „erlaubt“, wenn diese mit Gewinnen aus anderen Geschäftsbetrieben augeglichen werden können.

    Die Bewirtungen „an sich“ dürften sich auch im Rahmen des „Normalen“ bewegt haben, da der von uns an den Lieferanten zu zahlende Preis unter 10 € pro Person lag.

    Tom Tom

    Wenn Sie Einnahmen erzielt haben, unabhängig davon ob das Endergebnis einen Verlust ausweist, ist dies ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb.
    Diesen Verlust können und dürfen Sie nur durch Gewinne aus einem anderen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgleichen.
    Alles andere währe schädliche Mittelverwendung. Haben Sie die Jahre zuvor jedoch im wirtschaftl. Geschäftsbetrieb Gewinne gemacht, dürfte ein einmaliger Verlust keine Probleme bereiten.

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