Mitglieder-/Nichtmitgliederpreise

  • This topic has 3 Antworten, 3 Teilnehmer, and was last updated vor 1 Woche by  Tom.
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    Hallo und guten Tag,

    wir sind ein deutschlandweiter gemeinnütziger Verein mit ca. 800 Mitgliedern. Einmal im Jahr organisieren wir eine große Veranstaltung, an der sowohl Mitglieder, als auch Nichtmitglieder teilnehmen. Bisher hatten wir unseren Mitgliedern einen Mitgliedspreis eingeräumt, der deutlich günstiger war, als der Nicht-Mitgliederpreis (Idee dahinter war, Neumitglieder zu werben). Unabhängig davon ist es so, dass wir bei dieser Veranstaltung in den ersten vier Buchungswochen einen prozentualen Rabatt anbieten – sowohl für Mitglieder, als auch für Nichtmitglieder. Nach diesen 4 Wochen gilt der reguläre Preis.
    Nun meine Fragen:
    1. Zählt der Ermäßigungsrabatt als Mitglieder-Zuwendung? Und, da dies im Grunde genommen ein Geldgeschenk ist, wäre das überhaupt zulässig? Zählt es überhaupt als Zuwendung, wenn die Veranstaltung laut Satzung den Vereinszweck erfüllt?
    2. Weiß jemand, wie die Differenz von Mitglieder- zu Nichtmitgliederpreisen gestaltet werden muss? Gibt es sonst noch Möglichkeiten, den Nichtmitgliederpreis z.B. durch einen Organisationsbeitrag zu erhöhen und wie hoch darf dieser sein?

    Vielen Dank 🙂
    SeWe

    hbaumann hbaumann

    Sofern diese Veranstaltung der Verwirklichung des Satzungszwecks dient, wird sie dem Zweckbetrieb zugeordnet und dort werden auch die Einnahmen verbucht. Da es sich bei den Teilnehmergebühren nicht um Mitgliedsbeiträge handelt, die ihre Grundlage in der Satzung haben und in der Regel durch die Mitgliederversammlung beschlossen werden, liegt auch keine Bevorzugung von Mitgliedern vor. Gebühren werden unabhängig von den satzungsgemäßen Pflichten erhoben und können daher durch den Vorstand frei festgelegt werden – es sei denn, auch für diesen Fall gibt es eine Satzungsregelung, was aber nicht anzunehmen ist.

    H. Baumann

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    Herr Baumann, vielen Dank für Ihre Antwort. Sie haben mir erstmal weitergeholfen. Nur mit den Teilnehmerpreisen für Mitglieder und Nicht-Mitglieder habe ich noch Schwierigkeiten. Von einem Anwalt für Vereinsrecht bekam ich die Aussage, dass bei einer Vereinsveranstaltung der Rabatt zwischen Mitglieder und Nicht-Mitglieder nicht höher als 80 % des Jahresbeitrages sein darf. Beispiel, bei 100 € Jahresbeitrag dürfte der Teilnehmerpreis für Nicht-Mitglieder höchstens 80 € teurer sein. Da wir unsere Preise seit mehr als 10 Jahren nicht nach dieser 80%-Regelung gestalten, sind wir nun verunsichert. Bisher hat sich weder ein Steuerberater, noch das Finanzamt darüber beschwert.

    VG

    Tom Tom

    Wenn in all den Jahren das Finanzamt nichts beanstandet hat ist doch alles ok. Dann würde ich die Vorgehensweise so belassen.

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