Nicht Übernahme als ordentliches Mitglied

  • This topic has 1 Antwort, 2 Teilnehmer, and was last updated vor 1 Jahr, 9 Monate by  hbaumann.
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    Wie in einer anderen Frage aufgezeigt haben wir in unserem Hundesportverein ein Problem mit einem Übungsleiter und denken daran dessen durch die Satzung festgelegte Probemitgliedschaft nicht zu verlängern.
    In unserer Satzung steht :
    Erwerb der ordentlichen Mitgliedschaft, Gastmitgliedschaft
    Aufnahmegesuche sind an den Vorstand zu richten. Über die Aufnahme entscheidet der geschäftsführende Vorstand.
    Für das erste Jahr wird der Eintretende als Gastmitglied aufgenommen. Er ist verpflichtet, sich bei der nächsten Mitgliederversammlung vorstellen zu lassen.

    Nach Ablauf eines Jahres ist dem Gastmitglied die Übernahme als ordentliches Mitglied oder die endgültige Ablehnung seines Aufnahmegesuchs schriftlich mitzuteilen. Die Ablehnung bedarf keiner Begründung.

    Meine Frage:
    Nach Ablauf eines Jahres, ist das das Kalenderjahr oder ab Tag des Beginns der Gastmitgliedschaft?
    Da über die Aufnahme der geschäftsführende Vorstand entscheidet, entscheidet dieser auch über die Ablehnung?
    Darf die Ablehnung tatsächlich ohne Begründung erfolgen?
    Ist die Ablehnung anfechtbar bzw. gerichtlich einklagbar?

    Danke und viele Grüße

    Burli

    hbaumann hbaumann

    Die Mitgliedschaft und damit auch die Probemitgliedschaft beginnt immer mit dem Beitrittsdatum und hat mit dem Kalenderjahr nichts zu tun. Anders sieht es mit dem Vereinsaustritt aus. Die Satzung kann festlegen, dass dieser nur zum Ende des Kalenderjahres erfolgen darf.

    Wenn die Satzung das so vorsieht, dass eine Ablehnung nicht begründet werden muss, dann ist das verbindlich und auch juristisch einwandfrei. Selbstverständlich könnte der Abgelehnte ein ordentliches Gericht anrufen. Hat sich der Verein aber streng an die Satzung gehalten, hat solch eine Klage kaum eine Chance auf Erfolg. Die Gerichte respektieren hier die Vereinsautonomie, die es dem Verein freistellt, wie er das Aufnahmeverfahren gestaltet.

    Eine Pflicht zur Aufnahme könnte lediglich dann entstehen, wenn der Verein in seinem Gebiet eine Monopolstellung innehat. Wenn es also weit und breit keinen anderen Verein dieser Art gibt, wo der Abgelehnte ersatzweise eintreten könnte.

    H. Baumann

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