Rücktritt 2. Vorstand und Austritt

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    Seit 11 Jahren war ich 2. Vorstand in unserem Heimatverein. Am 28.11.2018 habe ich bei der Mitgliederversammlung meinen Rücktritt erklärt.
    Bis dahin habe ich ebenfalls die Buchführung im Verein erledigt. An der Mitgliederversammlung hatte ich noch mitgeteilt, dass ich dies auch weiterhin übernehmen würde. Im Vereinsregister ist als Kassierer allerdings eine andere Person eingetragen. Ich habe diesen Dienst lediglich als Freundschaftsdienst übernommen. Leider kam es 3 Wochen nach dem Termin zu einem riesigen Streit mit dem Vorstand, so dass ich ihm Gegenüber meinen Rücktritt als 2. Vorstand nochmals schriftlich und meinen Austritt aus dem Verein erklärt habe. Gleichzeitig habe ich alle Unterlagen dem 1. Vorstand übergeben. Nun habe ich einen persönlichen Brief mit folgenden Inhalt erhalten: … Ein Rücktritt als 2. Vorstand ist nicht möglich, da ich dies ja bereits bei der Mitgliederversammlung getan habe. Weiterhin muss ich solange Kassenwart bleiben, bis die Vollversammlung mich entlastet hat und eine Kassenprüfung statt gefunden hat, da ich bei der Mitgliederversammlung gewählt wurde. … Dies stimmt allerdings nicht. Es hat keine Wahl stattgefunden, da noch kein 2. Vorstand gefunden war und außerdem hätte ich mich niemals dazu bereit erklärt, wenn ich gewusst hätte, was 3 Wochen später passiert. Kann man mich wirklich zwingen, den Posten weiter zu betreuen oder kann ich auch hier jederzeit zurücktreten? Muss dies vor der Mitgliederversammlung geschehen oder reicht auch hier ein entsprechendes Schreiben an den 1. Vorstand?

    hbaumann hbaumann

    Die Übernahme eines Vorstandsamtes geschieht freiwillig und demzufolge kann man auch jederzeit wieder ohne Gründe sein Amt niederlegen. Es sei denn, die Satzung regelt etwas anderes. Das kann der Restvorstand nicht verhindern und es gibt auch im Vereinsrecht keine solche Bestimmung.
    Wenn Sie also Ihren Rücktritt erklärt haben, ist dieser rechtskräftig. Der Rücktritt kann auch nicht von der Entlastung abhängig gemacht werden. Diese kann auch später noch ausgesprochen werden. Werden Sie allerdings nicht entlastet, bleiben Sie dennoch in der Haftung dem Verein gegenüber. Durch einen Rücktritt können Sie sich also nicht evtl. Schadenersatzforderungen des Vereins entziehen.

    H. Baumann

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