Verlust der Gemeinnützigkeit

  • This topic has 4 Antworten, 2 Teilnehmer, and was last updated vor 9 Monate, 1 Woche by  vereinsknecht.
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    Hallo, büße ich für meinen Sportverein e.V die Allgemeinnützigkeit ein, wenn ich auf unserer Vereinshomepage ohne Gegenleistung Werbung (Wortbeitrag und selbstgedrehtes Werbevideo) für ein bestimmtes Produkt und eine zugehörige Dienstleistung eines Online-Anbieters mache? Der Anbieter vertreibt als One-product-shop ein Trainingshandbuch und Online-Videos für unseren Sport. Darf ich (2. Vorstand des Vereins) den Anbieter auch auf dessen Homepage mit dem o.g. selbstgedrehten Werbevideo, das mich im Vereinstrikot zeigt mit Werbeaussagen unterstützen und das Produkt anpreisen? Darf ich die Anbieter, die auch unseren Sport ausüben und den Handel nebenberuflich betreiben und noch nicht Gewinne machen, als Verein finanziell unterstützen? Wer weiß Bescheid und kann helfen. Danke

    hbaumann hbaumann

    Die ersten beiden Fragen kann ich mit JA beantworten. Ja, das dürfen Sie. Allerdings müssen Sie damit rechnen, dass Ihnen irgendwann das Finanzamt „aufs Dach steigt“ und überprüfen will, ob da tatsächlich keine Gelder fließen. Es vermutet dann nämlich den Geldfluss in schwarze Kassen.

    Bei der dritten Frage kann ich Ihnen nur dringendst davon abraten, Vereinsgelder für Außenstehende und dann noch ein Gewerbe zu verwenden. Sie würden sofort die Gemeinnützigkeit verlieren.

    H. Baumann

    Kein Profilbild vorhanden vereinsknecht

    Vielen Dank für ausführliche Antwort Herr Baumann. Wie sollen wir denn im Zweifelsfall nachweisen, dass keine schwarzen Gelder fließen, wenn tatsächlich nichts vom unterstützten Onlineanbieter kommt und es ein reiner Freundschaftsdienst ist. Noch eine Frage zu den Zuschüssen: Wir würden ja nicht viel, sondern nur ein paar hundert Euro zuschießen. Darf ich wenigstens unsere vereinseigenes Kameraausrüstung für das Werbevideo verwenden? Und ändert sich etwas, wenn die werblich Unterstützten Gewinne machen?
    Danke für eine ergänzende Antwort. Gruß Vereinsknecht

    hbaumann hbaumann

    Ob Gelder geflossen sind, bekommt das Finanzamt ganz schnell mit. Es prüft die Bücher der Firma, ob da Ausgänge zu Werbezwecken verzeichnet sind und wo die hingegangen sind. Kommen die bei Ihnen dann nicht an (sind nicht ordnungsgemäß gebucht), handelt es sich um Schwarzgeld. Allerdings muss es ja tatsächlich so nicht sein.

    Zuschüsse an die Firma dürfen Sie auf keinen Fall geben. Dabei ist die Höhe völlig unerheblich. Es reicht ein Euro aus Vereinsgeldern. Natürlich könnten sie privat ein Darlehen geben. Das interessiert niemanden.
    So lange die Kamera Vereinseigentum bleibt, ist das kein Problem.

    H. Baumann

    Kein Profilbild vorhanden vereinsknecht

    Nochmals herzlichen Dank VK

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