Vorstand handelt ohne Einbeziehung des 1. Vorsitzenden. Folgen?

  • This topic has 1 Antwort, 2 Teilnehmer, and was last updated vor 1 Jahr, 4 Monate by  hbaumann.
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    Eine etwas unschöne Frage.
    Ein „normaler“ Vorstand (es gibt keinen eigenen geschäftsführenden Vorstand) besteht aus 8 Ämtern. In der Zeit hat sich dargestellt, dass der 1. Vorsitzende nicht mehr tragbar ist. Dies gilt insb. für den Umgang mit den anderen VS Kollegen also auch in der Art und Weise wie er kommuniziert. Den Weg der Abberufung durch die MGV wäre ein Möglichkeit. Aber ggf. wir die Findung eines „Wichtigen Grundes“, da eine konkrete Vereinsschädigung so nicht eindeutig vorliegt, schwer. Zudem ist das Vorgehen aus unserer Sicht vereinsschädigend.
    Es ist mittlerweile soweit, dass alle anderen 7 nicht mehr mit dem 1. VS weiter arbeiten wollen. Insb. auch, weil viele gesichtswahrende Angebote unterbreitet wurden. z.B. Postentausch 1. und 2. VS. All diese Vorschläge wurde abgeblockt. Nun können wir alle zurücktreten, um ggf. so Neuwahlen zu erzwingen. Aber auch das ist nciht so das Richtige. Deshalb jetzt zu meiner Frage:
    Was ist, wenn der ganze VS seine Meetings, Treffen Entscheidungen alle ohne den 1. VS durchführt. Wir organisieren das selber und entscheiden selber. Wir blenden ihn also aktiv aus.
    Mich mich stellt sich die Frage, ob das Vorgehen (zum Wohle des Vereins) in irgend einer Form rechtliche oder formale Probleme mit sich bringen könnte.
    Der 1. VS könnte ja auch ein 1/2 im Urlaub sein. Da geht es ja auch weiter. Aber hier wäre es natürlich AKTIV, was der 1. Vorsitzende sicherlich auch nachweisen könnte.
    Laut Satzung ist folgendes dazu zu sagen:
    Der 1. VS ist für die Leitung des VS bei der Führung der lauf. Geschäfte verantwortlich.
    VS Sitzungen werden vom 1. Vorsitzenden nach Bedarf mit einer Frist von 5 Tagen einberufen.
    Die VS Sitzung wird vom 1. VS bzw. im Falle seiner Verhinderung vom Präsidenten oder einem anderen VS Mitglied geleitet
    Beschlüssen werden mit einfacher Mehrheit gefasst.

    Danke für Eure Hinweise und Tipps

    hbaumann hbaumann

    So lange der Vorsitzende im Amt ist, hat er auch das Recht, an der Führung des Vereins mitzuwirken.

    Ein gangbarer Weg wäre tatsächlich nur die Abwahl durch die Mitgliederversammlung (§ 27 Abs. 2 BGB). Dazu muss kein besonderer Grund vorliegen es sei denn, die Satzung verlangt für die Abwahl einen.

    H. Baumann

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