Zahlung von Pauschalen zulässig??

  • This topic has 3 Antworten, 2 Teilnehmer, and was last updated vor 1 Jahr, 2 Monate by  SchatzmeisterKVSH.
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  • #16891


    SchatzmeisterKVSH

    Sind Zahlungen von Pauschalbeträgen (z.B. 30 €/Monat) für administrative Arbeiten (Telekommunikations-, Porto- sonstige Materialkosten o.ä.) als Aufwendungsersatz eines gemeinnützigen Verbandes zulässig, wenn diese klar in einer Finanzordnung für Vorstandsmitglieder geregelt sind??

    #21171


    hbaumann

    Sie können problemlos dafür die Ehrenamtspauschale nach § 3 Nr. 26a EStG verwenden. Der Betrag von jährlich 720 Euro ist steuer- und sozialversicherungsfrei und kann ohne Nachweise gezahlt werden.

    Da dieser Betrag aber an Vorstandsmitglieder gezahlt werden soll, ist dafür zwingend ein Satzungseintrag erforderlich. Anderenfalls würde der Verein seine Gemeinnützigkeit verlieren.

    Zu empfehlen sind die Publikationen des Verlages, die jedem Vereinsvorstand weiterhelfen können:
    http://lp.vereinswelt.de/sb/vsm/schatzmeister-aktuell.php?sid=317215

    H. Baumann

    #21636


    SchatzmeisterKVSH

    Hallo Frau/Herr Baumann,
    vielen Dank für Ihre Antwort.
    Leider habe ich mich missverständlich ausgedrückt und versuche hiermit eine Konkretisierung:
    Im konkreten Fall geht es nicht um Vergütungen für die Tätigkeit eines Vorstandsmitgliedes, sondern um den pauschalen Ersatz der ihm durch seine Vorstandstätigkeit tatsächlich entstandenen Auslagen (Telefon, Porto, Büromaterial etc.).
    Nach den Regelungen des Finanzbehörde (BMF-Schreiben vom 14.10.2009) ist derartiger Ersatz tatsächlich entstandener Auslagen auch ohne Regelung in der Satzung möglich. Ebenso ist dort gereglt, dass auch ohne Einzelnachweis ein pauschaler Ersatz möglich ist, wenn dieser den tatsächlichen Aufwand offensichtlich nicht übersteigt.
    Gibt es hierfür Erfahrungswerte, weil diese Formulierung mir doch recht „schwammig““ erscheint??
    Mit freundlichen Grüßen
    Thorsten Jacobsen“

    #21172


    hbaumann

    Dennoch könnten Sie dafür trotzdem die Ehrenamtspauschale anwenden. Falls es sich dabei allerdings um ein Vorstandsmitglied handelt, muss es dafür eine Satzungsermächtigung geben.

    Auslagen müssen nach § 670 BGB erstattet werden. Dazu ist es natürlich erforderlich, dass diese tatsächlich entstanden sind und das muss man dann also durch Quittungen und Rechnungen belegen können. Wenn Sie diese pauschal zahlen wollen, muss der Empfänger wenigstens drei Monate seine Quittungen einreichen, um nachzuweisen, wie hoch sein tatsächlicher Aufwand ist. Es kann dann ein realistischer (Durchschnitts)Wert weitergezahlt werden ohne, dass die Belege dem Verein vorgelegt werden müssen. Dennoch muss der Empfänger der Auslagen die Quittungen und Belege parat haben, falls der Verein eine Betriebsprüfung bekommt und der Prüfer die Nachweise sehen will. Außerdem sollte dieser Nachweis über drei Monate immer dann wiederholt werden, wenn sich offensichtlich Veränderungen ergeben haben.

    Zu empfehlen sind auch die Publikationen des Verlages, die jedem Vereinsvorstand weiterhelfen können:
    http://lp.vereinswelt.de/lp/all/VM_USB_LP.html

    H. Baumann

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