Wichtige Klausel zur Vereinsauflösung für Ihre Satzung

Vereinsauflösung: Gemeinnützige Vereine müssen laut Abgabenordnung bestimmte Regelungen zur Mittelverwendung und zur selbstlosen Tätigkeit enthalten, sonst werden sie nicht als gemeinnützig anerkannt. Ältere Satzungen enthalten diese Regelungen häufig nicht oder nicht vollständig, denn die Steuermustersatzung wurde weiterentwickelt.

Zwar müssen Sie deshalb nicht extra eine Satzungsänderung vornehmen, aber: Bei der nächs ten regulär durchzuführenden Satzungsänderung sollen Vereine ihre Satzung an die aktuelle Steuermustersatzung anpassen. Tun Sie es nicht, liefern Sie dem Fiskus geradezu eine Steilvorlage, um Ihrem Verein zumindest vorübergehend die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Denn: Der Wortlaut der Steuermustersatzung ist zwingender Bestandteil der Satzung eines gemeinnützigen Vereins.

Die entscheidende Änderung in der Steuermustersatzung ist der Satz zur Vermögensbindung, also die Regelung, dass bei Auflösung oder Ende des Vereins die Mittel an einen anderen Verein oder eine Körperschaft des öffentlichen Rechts fließen. Deshalb: Prüfen Sie die Satzung Ihres Vereins, ob sie die aktuelle Klausel enthält. Sie könnte so aussehen:

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an …(Name eines anderen gemeinnützigen Vereins), der es unmittelbar und ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke zu verwenden hat.

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Praxislexikon Vereinssatzung
Praxislexikon Vereinssatzung

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