Ein Streitthema: Kündigungen im Verein

Nach § 58 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) muss die Satzung Ihres Vereins Bestimmungen über den Austritt der Mitglieder enthalten. Das ist also Pflicht. Auch wenn sich vielleicht so mancher Vereinsvorstand wünscht, dass Mitglieder, die mühsam gewonnen wurden, den Verein nie mehr verlassen können. Natürlich dürfen Sie den Austritt nicht verbieten. Das schreibt § 39 Abs. 1 BGB sogar ausdrücklich vor.

Dennoch gilt: Der Gesetzgeber gibt Ihrem Verein bei der Gestaltung der Austrittsregelungen relativ freie Hand. So enthält das BGB keine Formvorschriften für die Kündigungserklärung. Hier können Sie also frei schalten und walten. Ebenso ist eine Kündigung per SMS und E-Mail laut Gesetzgeber möglich. Hier gilt es zu beachten: Wenn die Satzung Ihres Vereins keine weiteren Vorgaben enthält, kann ein Mitglied seine Kündigung ohne Beachtung von Formvorschriften aussprechen, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Auch eine mündliche Kündigung ist in einem solchen Fall möglich.

Stellen Sie daher bereits in der Satzung klare Regelungen sicher. Denn sonst ist Streit darum, wie eine Äußerung als Kündigung zu verstehen ist vorprogrammiert. Versuchen Sie daher, solche Unsicherheiten zu vermeiden und Formvorgaben für die Kündigung in die Satzung aufzunehmen!

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