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Fragen & Antworten

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1. Vorstand gestaltet mit uns den "Verein" - und dann kam das böse Erwachen

gefragt von HerrKuhles
am 26.06.2015
um 08:27 Uhr


Aus reinem Interesse haben meine Familie und ich mit Bienen arbeiten wollen. Ein Anruf beim Imker (1. Vorstand des Vereins) hat genügt, dass wir wenige Tage später ein Bienenvolk im Garten hatten, um das wir uns kümmern durften.

Dann kam nach einiger Zeit die Frage, ob wir auch Mitglieder in seinem Bienen-Verein sein möchten. Der Verein war bis dato kein aktiver Verein - die Mitglieder, so seine Aussage, arbeiteten privat für sich und die Anzahl beliefe sich nach auf maximal 3 Personen. Doch den administrativen Dingen im Verein schenkten wir keine große Aufmerksamkeit - der 1. Vorstand, so dachten wir, habe das alles im Griff.

Wir ließen uns also als Mitglieder eintragen- mein Bruder konnte sich mit dem Amt des 2. Vorstands brüsten und ich nahm den Posten des Schatzmeisters an, wie es der 1. Vorstand empfahl.
An diesem Punkt muss ich ganz deutlich erwähnen: Wir hatten überhaupt keine Ahnung, wie dieser Verein aufgebaut war - uns kam es mehr so vor, als sei er am Wegsterben. Ganz ohne Organisation, Struktur, aktive Mitglieder und Planung. Aber da wir mit dem 1. Vorstand zusammenarbeiteten, gingen wir davon aus, dass alles so seine Richtigkeit hat.

Jetzt haben wir das Jahr über mit ihm gemeinsam an den Bienen in seinem Garten gearbeitet und wurden in die imkerliche Praxis eingewiesen. Schwärme haben wir im Rahmen des Vereins gefangen und dann wurde auch der Honig geschleudert. Der 1. Vorstand wollte, dass der Honig aus seinen Völkern im Garten in Gläser abgefüllt gelabelt und verkauft wird. Mit Herzblut und Eifer machten wir uns also ans Werk, ein Etikett zu erstellen, die Gläser zu organisieren und diese mit Honig zu befüllen. Eine schöne Arbeit, dachten wir!
Das Geld habe ich in unsere Vereinskasse aufbewahrt. Für Materialkosten (Honiggläser, Druckerpapier, Bienenbeuten, Behandlungspräparate, Kleidung) haben wir das eingesammelte Honiggeld genutzt.

Doch jetzt kommt das böse Erwachen: Die Frau des 1. Vorstands hat sich nun - aus dem Nichts heraus - als Mitglied des Vereins eingeschaltet und wirft uns vor, die Krankheit ihres Mannes und seine Gutmütigkeit ausgenutzt zu haben. Ihr könnt euch vorstellen, dass bei uns die Kinnlade unten war.

Nachdem sie uns ein bisschen erklärt hatte, wie es um den ersten Vorstand steht (er vergesse vieles; er habe seine Finanzen nicht im Griff), machte sie deutlich, dass alle bisherig durchgeführten Entscheidungen nicht den Verein beträfen, da schließlich nicht alle Mitglieder eingeweiht wurden.
Und nochmal muss ich an diesem Punkt betonen: Wir wussten um die Existenz weniger Mitglieder, doch der 1. Vorstand hat uns versichert, dass diese "passiv" sind und privat imkern. Wir dachten uns: Nun gut, der erste Vorstand wird schon wissen, wie das gehandhabt wird. Wir wollen bloß den Verein etwas "beleben".
Schon einige Male ist uns aufgefallen, dass der 1. Vorstand die "passiven" Mitglieder künstlich auf dem Papier stehen haben wollte. z.B. rief ich eines Tages bei einem mir völlig unbekannten Mitglied an, der beteuerte, dass er seit Jahren keine Beiträge selbst zahle und dies alles noch vom 1. Vorstand verwaltet werde. Er selbst habe kein Interesse an der Mitgliedschaft. Da dachten wir nun: Die anderen Mitglieder müssten ebenfalls "Karteileichen" sein...

Doch nun zurück zur Frau des ersten Vorstandes: Nach ihren Aussagen, sei also der geschleuderte Honig Privathonig, da die Bienen aus dem Garten des 1. Vorstands ebenfalls Privatvölker seien- es gebe keine Vereinsvölker!
Doch das wurde uns so nicht gesagt. Wir arbeiteten mit dem Gewissen, dass dies Vereinsvölker seien - haben den 1. Vorstand mehrmals gefragt, ob er das so bestätigen kann. Dass er altersbedingt etwas langsamer reagierte und einige wenige Dinge verwechselte oder vergaß, haben wir selbst beobachten können, aber als potenziell unmündig hätten wir ihn keineswegs eingeschätzt. Durch wiederholtes Hinterfragen und Bestätigenlassen von wichtigeren Beschlüssen ("Du bist dir also ganz sicher, dass diese Bienen dem Verein gehören?"), nahmen wir ihn auch beim Wort. So eben auch im Fall des Honigs: Er war nach unserem Verständnis ganz klar der Honig des Vereins.

So und was passiert jetzt also? Die Frau des 1. Vorstands macht allen Anschein, dass das Geld ihr gehöre. Schließlich seien alle unseren Versammlungen und Beschlüsse auf Vereinsebene nicht gültig, da wir nicht alle eingetragenen Mitglieder eingeladen und informiert hätten (von denen wir sehr sicher ausgingen, dass sie, wie im Beispiel oben, eigentlich keine aktiven Mitglieder mehr sein wollen).

Wir haben uns den Beschlüssen des 1. Vorstands anvertraut und nun will uns die Frau das Vereinsgeld streitig machen. Hat sie tats. ein Recht darauf, wenn wir Mitglieder vom 1. Vorstand mehrmalig die mündliche Bestätigung erhielten, dass der Honig dem Verein gehöre? Wie kommen wir aus dieser unangenehmen Situation raus?

Ich freue mich auf sachliche / konstruktive Antworten

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 27.06.2015
um 20:59 Uhr
In dieser Angelegenheit wird Ihnen niemand eine sachliche und konstruktive Antwort geben können, da nicht erkennbar ist, ob es sich überhaupt um einen Verein handelt.

Sie sollten einen Rechtsanwalt einschalten, um wenigstens Ihre persönlichen Ansprüche durchsetzen zu können.

H. Baumann
www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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