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Fragen & Antworten

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1. Vorstand kündigt Rücktritt an

gefragt von Maggy
am 23.05.2013
um 13:19 Uhr
Unser 1. Vorsitzender kündigte seinen Rücktritt sowohl in der Vorstandssitzung als auch in der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung (nicht JHV) mündlich zum Jahresende an. Nun hat er sich umentschieden und will seine Amtszeit bis Ende 2014 weiterführen, sich jedoch kommissarisch vertreten lassen. Ist das nun ein gültiger Rücktritt oder nicht? Welche rechtlichen Folgen hat das für sein Amt?

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 23.05.2013
um 14:39 Uhr
Hätte er seinen Rücktritt "nur" gegenüber dem Vorstand erklärt, wäre er zwar ebenfalls rechtskräftig ausgesprochen gewesen, man hätte aber bei seinem Widerruf stillschweigend darüber hinweggehen können, ohne dass die Mitglieder das erfahren. Da er das aber auch vor der Mitgliederversammlung angekündigt hat, kann er den Rücktritt nun nicht mehr zurücknehmen. Er ist gegenüber dem höchsten Organ wirksam ausgesprochen worden und der verbliebene Vorstand ist nun verpflichtet, ihn aus dem Vereinsregister streichen zu lassen.

Will er sein Amt doch weiterführen, muss er sich neu wählen lassen ("Der eingetragene Verein", Sauter/Schweyer/Waldner, Rn 276).

Der Restvorstand sollte zu gegebener Zeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen und die Position neu wählen lassen.

H. Baumann
Kontakt über: www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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