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Fragen & Antworten

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Aufwandsentschädigung für Nicht-Vereinsmitglied

gefragt von FrankR
am 06.12.2013
um 11:31 Uhr
Hallo,

ich habe eine Frage zur Zahlung einer Aufwandsentschädigung für eine Person, die uns bei Vereinsveranstaltungen z.B. mit Kaffee- und Kuchenspenden unterstützt, den Grill bedient usw. und dementsprechend auch einige Stunden Freizeit dafür opfert.

Wir wollen dieser Person nun eine kleine Anerkennung zukommen lassen, angedacht waren 50 € für dieses Jahr. Nun meine Frage: Da es sich bei oben beschriebener Tätigkeit um keine ehrenamtliche Tätigkeit gemäß unserer Satzung und auch nicht um einen Übungsleiter handelt, fragen wir uns derzeit in welcher Form diese Zahlung erfolgen soll. Der Empfänger ist NICHT Vereinsmitglied, wohl aber seine Frau und beide Kinder der Familie. Ist für die Zahlung des Betrages auch ein Vertrag über eine Ehrenamtspauschale notwendig ? Dafür haben wir ein Vertragsdokument, in welchem zu vergütende Ehrenämter entsprechend geregelt sind, sowohl für langfristige Tätigkeiten (z.B. Vorstand) als auch kurzfristige (z.B. Helfer bei Vereinsfesten) inkl. der notwendigen Absicherung (Erhalt der Pauschale nur in unserem Verein etc.)

Falls für die steuerlich korrekte Auszahlung kein Vertrag über eine Pauschale notwendig sein sollte, wie sieht dann die rechtlich sichere Alternative aus ?

Für Ihre Antworten bedanke ich mich recht herzlich im Voraus.

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 09.12.2013
um 09:58 Uhr
Nach § 22 Absatz 3 Einkommensteuergesetz (EStG) sind "sonstige Einkünfte" nicht einkommensteuerpflichtig, wenn sie maximal 256 Euro im Kalenderjahr betragen. Von sonstigen Einkünften spricht man, wenn angenommen werden kann, dass eine Überschusserzielungsabsicht fehlt. Da es sich um eine Freigrenze und nicht um einen Steuerfreibetrag handelt, bedeutet das, dass der volle Betrag steuerpflichtig wird, falls die 256 Euro überschritten werden. Werbungskosten oder Betriebsausgaben können allerdings vorher abgezogen werden.

Die Helfer fassen Sie auf einer Liste zusammen und können ihnen pro Tag max. 15 Euro auszahlen. Das lassen sie sich auf einer Liste bestätigen.

H. Baumann
www.vorstandswissen.de
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Antwort von FrankR
am 10.12.2013
um 10:37 Uhr
Sehr geehrter Herr Baumann,

kurz zum Verständnis: Wir können besagter Person also unabhängig davon, wieviele Stunden pro Tag geleistet wurden, maximal 15 € pro Tag auszahlen, d.h. wenn sie an 3 Tagen im Jahr geholfen hat wären das 45 € im Jahr ? Bei einer Grenze von 256 € pro Jahr wären das also 17 Tage insgesamt, wenn sie jeweils mit 15 € vergütet werden würden, und entsprechend mehr Tage wenn es weniger als 15 € pro Tag wären ?

Falls ich Ihre Antwort oben falsch interpretiere klären Sie mich bitte darüber auf, danke !
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Antwort von hbaumann
am 10.12.2013
um 16:09 Uhr
Die 15 Euro pro Tag gelten als steuerfreie Aufwandsentschädigung. Wird der Betrag überschritten, handelt es sich um Einkommen. Bleibt die Summe insgesamt aber unter 256 Euro ist sie grundsätzlich steuerfrei.

H. Baumann
 
 
 
 
 

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