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Fragen & Antworten

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Ausschluss eines Vereinsmitgliedes

gefragt von sareheje
am 06.03.2013
um 16:39 Uhr
Kann ein Mitglied aus einem Verein ausgeschlossen werden, weil es auf seiner eigenen Webseite den Verein bzw. den Vorsitzenden kritisiert.
Was ist im Falle eines Ausschlusses zu beachten?

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 06.03.2013
um 18:02 Uhr
Es gibt durchaus einen Ausschlussgrund "vereinsschädigendes Verhalten". Allerdings muss man ziemlich konkrete Anhaltspunkte dafür haben, dass der Verein entweder materiell oder moralisch Schaden genommen hat. Ein materieller Schaden ist sicher noch recht einfach zu definieren, der moralische eher nicht. Das Ansehen des Vereins müsste tatsächlich nachweislich erheblichen Schaden genommen haben und es müssten für ihn greifbare Nachteile entstanden sein.
Denkbar wäre dabei z.B.: Mitglieder treten plötzlich aus, geplante Neuaufnahmen bleiben aus, Sponsoren springen ab, Spender ziehen sich zurück, die Lokalpresse schreibt plötzlich negativ über den Verein usw.

Gegen Beleidigungen des Vorsitzenden muss dieser zivilrechtlich selbst vorgehen. Man kann niemanden ausschließen, weil er eine andere Person beleidigt hat. Es sei denn, die persönliche Beleidigung hat auch direkte Auswirkungen auf das Ansehen des Vereins.

Sie sehen also, so einfach ist das in solch einem Fall nicht mit dem Ausschluss. Sie müssen immer davon ausgehen, dass das betroffene Mitglied vor Gericht zieht und dann hat der Verein die Beweislast.

Bevor Sie also ein Ausschlussverfahren einleiten, sollten Sie evtl. zuerst noch einmal mit dem Mitglied reden. Für die Kritiken gibt es ja wahrscheinlich auch einen Grund. Vielleicht kann man den mit einem Gespräch ausräumen.

H. Baumann
Kontakt über: www.vorstandswissen.de
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Antwort von sareheje
am 06.03.2013
um 18:36 Uhr
Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Dieses o.a.geführte Mitglied wurde vor meiner Zeit als Vorstandsmitglied ausgeschlossen, nach einem Vorstandsbeschluss - ob dies rechtens ist, glaube ich auch nicht- , wovon ich allerdings keine Kenntnis hatte. Dieses Mitglied wurde auch nie darüber informiert und hat nun auf meine Einladung hin den Mitgliedsbeitrag wieder einbezahlt. Nun gehen die Wogen wieder hoch und die restlichen Vorständen bleiben bei ihrer Meinung.
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Antwort von hbaumann
am 07.03.2013
um 08:54 Uhr
Ein Vorstand kann sich nur selbst verkleinern (Ausschluss eines Vorstandsmitgliedes aus dem Vorstand), wenn dies die Satzung ausdrücklich zulässt. Aus meiner Erfahrung weiß ich aber, dass wahrscheinlich 99% aller Vereinssatzungen solch einen Passus nicht haben.

Das heißt der damals ausgesprochene Ausschluss (auch wenn es ein Vorstandsbeschluss war) ist nicht rechtskräftig und das Mitglied ist immer noch im Vorstand – es sei denn, die Amtszeit ist inzwischen abgelaufen.

Da ja offensichtlich auch die Vereinsmitgliedschaft weiter bestand, muss es allerdings den gesamten Beitrag nachzahlen.

H. Baumann
Kontakt über: www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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