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Fragen & Antworten

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Bei Vorstandswahl Bestellung abgelehnt

gefragt von Africa
am 27.03.2014
um 21:08 Uhr
Bei unserer letzten Vorstandswahl gab es für die lt. Satzung vorgesehenen 5 Vorstands-Ämter 6 Kandidaten. Die Kandidatin mit den wenigsten Stimmen wäre nun eigentlich nicht gewählt. Nach Verkündung des Ergebnisses der Stimmenzählung wurden die gewählten Kandidaten gefragt, ob sie die Bestelldung zum Vorstand annehmen. Eine Person tat das nicht. Darauf hin rückte die nicht gewählte Kandidatin nach und nahm die Bestellung an. Ist dies so in Ordnung? Ich habe bei "Burhoff, Vereinsrecht" nachgelesen, dass in einem solchen Fall eine Neuwahl erfolgen muß. Das das nicht geschehen ist, der neue Vorstand aber vom Amtsgericht so eingetragen wurde: Was kann oder was muß getan werden? Für Antworten bedanke ich mich!
Africa

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 30.03.2014
um 15:04 Uhr
Wenn solch ein Wahlverfahren nicht ausdrücklich durch die Satzung zugelassen ist, ist diese Vorstandswahl ungültig. Sie haben Glück, dass das Amtsgericht das offensichtlich nicht mitbekommen hat und hat daher den Vorstand eingetragen. Scheinbar wurde im Protokoll das Wahlverfahren anders dargestellt, als es in Wirklichkeit war.

Das Vereinsrecht gebietet grundsätzlich die Einzelwahl, das heißt, eine bestimmte Person kandidiert für einen bestimmten Posten und auch nur dafür wird sie gewählt. Sog. Nachrücker gibt es nicht. Weiß man denn, ob die Mitglieder diese Person auch für diesen Posten gewählt hätten, auf den es nachgerückt ist.

Außerdem gilt immer das Prinzip der Stimmenmehrheit. Es müssen also 50% + 1 Stimme Ja-Stimmen für jedes Amt zusammenkommen. Bei Ihnen kann es sich aber lediglich um eine sog. relative Mehrheit gehandelt haben – also in Einzelfällen weniger als 50%. Kommt die Mehrheit nicht zustande, muss die Wahl so lange wiederholt werden, bis sie erreicht ist oder der Kandidat zieht seine Kandidatur zurückzieht.

Da nun aber alles eingetragen ist und offensichtlich auch kein Mitglied Widerspruch angemeldet hat, sollten Sie alles so lasen, wie es ist.

H. Baumann
www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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