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Fragen & Antworten

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Direktverlinkung Sponsoren

gefragt von reiterrosi
am 09.03.2013
um 19:28 Uhr
Unsere Sponsoren werben mit ihrem Logo auf unserer Verbandshomepage, durch die Direktverlinkung gelangt man sofort auf die Homepage unseres Sponsors. Im Vereinsgesetz steht, dass diese Direktverlinkung für die Gemeinnützigkeit eines Verbandes schädlich ist. Gilt dies nur wenn man über 35000 Euro (=Höchstgrenze gewerblicher zweckbetrieb ) überschreitet? oder ist diese Direktverlinkung sofort schädlich für die Gemeinnützigkeit.

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 10.03.2013
um 11:34 Uhr
Zunächst einmal müssen Sie einen Blick in Ihre Satzung werfen und prüfen, ob wirtschaftliche Aktivitäten gänzlich ausgeschlossen sind. Dann hätten Sie ein Problem.

In 99% der Satzungen steht aber dieser Satz:
"Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke." Das bedeutet, dass er in erster Linie gemeinnützige Zwecke verfolgt, aber durchaus auch im eingeschränkten Maß wirtschaftlich tätig sein kann, ohne die Gemeinnützigkeit zu gefährden.

Eine Direktverlinkung zum Sponsor wird steuerlich anders behandelt, als die bloße Nennung auf der Homepage.
Die Einnahmen, die Sie durch die Verlinkung erzielen, sind steuerpflichtig und werden im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb verbucht.

Solange Sie mit Ihren steuerpflichtigen Einnahmen aus der Vermögensverwaltung, dem Zweckbetrieb und dem wirtsch. Geschäftsbetrieb zusammengenommen unter 17.500 Euro bleiben, fallen keine Steuern an. Rutschen Sie da rüber, müssen Sie Umsatzsteuer ab dem ersten Euro abführen. Erst, wenn Sie im wirtsch. Geschäftsbetrieb über 35.000 Euro Einnahmen haben, werden Sie zur Körperschafts- und Gewerbesteuer veranlagt. Aber auch das heißt noch nicht, dass dadurch die Gemeinnützigkeit auf dem Spiel steht.

Fazit:
Solange der gemeinnützige Zweck erkennbar dominiert, bedeuten wirtschaftliche Aktivitäten noch keine Gefahr für die Gemeinnützigkeit. Erst, wenn das Finanzamt erkennen sollte, dass Sie sich nur noch auf die wirtschaftlichen Bereiche konzentrieren und den eigentlichen Vereinszweck total vernachlässigen, könnte es zu Problemen führen.

Beispiel – mit etwas Augenzwinkern:
Eine Fußballmannschaft, die nebenbei eine Kantine unterhält, gefährdet dadurch in der Regel nicht die Gemeinnützigkeit. Eine Kneipe aber, die nebenbei eine Fußballmannschaft unterhält, kann niemals gemeinnützig sein…

H. Baumann
Kontakt über: www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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