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Fragen & Antworten

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Ernennung von Ehrenmitgliedern durch den Vereinsvorstand

gefragt von Fridolin
am 13.02.2013
um 17:36 Uhr
Hallo Vereinskollegen
Der ehemalige 1. Vorsitzende und der in Kürze aus dem Vorstand ausscheidende Kassierer sollen aufgrund Ihrer Verdienste um den Verein zu Ehrenvorsitzender und Ehrenmitglied ernannt werden. Da unsere Satzung in Bezug auf Ehrenmitgliedschaften keine Regelung enthält, sind mit dieser Ernennung für die Geehrten auch keine Sonderrechte verbunden. Kann in diesem Fall auch der Vorstand die Ehrung beschliessen, oder ist hierfür zwingend die Mitgliederversammlung zuständig? Falls die MV hierüber entscheidet, muss dies dann als TOP in der Einladung zur MV angegeben sein, oder kann über die Angelegenheit auch z.B. unter TOP "Verschiedenes" abgestimmt werden?
Das Problem ist eine bereits in Kürze stattfindende MV (JHV), zu der bereits Einladungen ohne einen entsprechenden TOP verschickt worden sind. Somit müsste
für eine Entscheidung in dieser Angelegenheit event. eine
neue MV einberufen werden oder die Sache auf die nächste MV (JHV) verschoben werden.
Wer kann mir hier einen Ratschlag geben?
Gruß Fridolin

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 13.02.2013
um 18:14 Uhr
Die Ehrenmitgliedschaft ist eine Sonderform der Vereinsmitgliedschaft und unterscheidet sich von dieser normalerweise dadurch, dass Ehrenmitglieder z.B. keine Beiträge zahlen müssen. Dadurch ist zwingend erforderlich, dass diese Mitgliedsform in die Satzung aufgenommen wird.

Wenn die Ehrenmitglieder lt. Ihrer Aussage keine Sonderrechte haben sollen, was hat es dann für einen Sinn, jemanden zum Ehrenmitglied zu ernennen. Er bleibt doch dann ein ganz normales Mitglied mit allen Rechten aber auch Pflichten.

Falls Sie dieses "Ehrenmitglied" allerdings nur dadurch ehren wollen, das es z.B. in einer Ehrengalerie oder der Vereinschronik einen besonderen Platz bekommt, dann kann das auch die MV ohne Satzungsgrundlage beschließen. Dieser Punkt muss aber in der Einladung benannt sein. Schließlich könnte es ja Mitglieder geben, die dagegen sind und ohne Kenntnis der Tagesordnung demnach gar nicht wussten, dass dieser Punkt zur Abstimmung ansteht. Solch ein Beschluss wäre anfechtbar. Auf der kommenden Versammlung können Sie diesen Punkt also nicht behandeln.

Da ich die Situation in Ihrem Verein nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, ob es sinnvoll wäre, wenn der Vorstand allein diese Entscheidung träfe.

H. Baumann
Kontakt über: www.vorstandswissen.de
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Antwort von Fridolin
am 13.02.2013
um 20:31 Uhr
Sehr geehrter Herr Baumann
Vielen Dank für Ihre Antwort. Wie Sie richtigerweise schreiben, macht es wenig Sinn jemanden ohne Sonderrechte zum Ehrenmitglied zu ernennen. Es geht aber hier in der Tat nur darum, den genannten mit einer kleinen Geste für ihre Leistungen zu danken. Da der Vorschlag zur Ehrung erst kürzlich aus der Mitgliedschaft beim Vorstand einging, war es für einen TOP auf der anstehenden MV zu spät. Daher meine Frage, ob in einem solchen Fall ein Beschluss zur Ehrung auch alleine vom Vorstand gefasst werden kann.
Mit freundlichem Gruß
Fridolin
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Antwort von hbaumann
am 14.02.2013
um 09:32 Uhr
Da Sie ja keine Ehrenmitgliedschaft im klassischen Sinn beschließen wollen (mit Sonderrechten), kann diesen Beschluss natürlich auch der Vorstand treffen. Aber wie gesagt, es könnten sich evtl. einige Mitglieder übergangen fühlen und dann gegen diesen Beschluss intervenieren.
Wenn natürlich alles ruhig bleibt, haben Sie keine Probleme.

H. Baumann
Kontakt über: www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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