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Fragen & Antworten

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Haftung als Vorstand bei Neuwahlen

gefragt von DocDeisen
am 30.05.2016
um 14:40 Uhr
Wenn der Verein bereits einen laufenden Schaden hat und es in der Zwischenzeit Neuwahlen gab, wer kommt dann für den laufenden Schaden auf ? Kann hier auf einen neuen Vorstand zugegriffen werden oder müssen das die Vorstände aus der Zeit des Schadenfalls klären

Antworten & Kommentare

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Antwort von Tom
am 31.05.2016
um 12:01 Uhr
Zunächst einmal sollten Sie den Schaden beschreiben.

Die Haftung knüpft grundsätzlich an den Beginn der Vorstandstätigkeit an. Diese datiert in der Regel auf die Wahl und deren Annahme. Teilweise ist jedoch auch der neu gewählte Vorstand für Versäumnisse des Vorgängers verantwortlich. Hat es der alte Vorstand zum Beispiel versäumt, die Steuererklärung fristgerecht abzugeben und bemerkt dies der neue Vorstand, so muss er die Erklärung unverzüglich nachholen (§ 153 Abgabenordnung, [AO]). Unterlässt er dies, haftet er persönlich.

Die Haftung endet grundsätzlich mit dem Amtsende. Eine Ausnahme gilt für Steuerschulden, die in der Amtszeit entstanden sind. Für diese haftet der Vorstand auch nach seinem Amtsende.

Wurde der alte Vorstand entlastet und der Schaden ist keine Steuerschuld, ist der alte Vorstand raus.
Jedoch kann man den neuen Vorstand, sofern er sich sofort um Begrenzung des entstandenen Schaden bemüht hier keine Schuld und somit Haftung zuweisen.
Insgesamt wird der Verein, also alle Mitglieder, für den entstandenen Schaden aufkommen müssen
 
 
 
 
 

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