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Fragen & Antworten

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Haftung des Vorstandes trotz Entlastung

gefragt von Reiter
am 24.05.2016
um 15:09 Uhr
Kann ein Vorstand für einen Fehler haftbar gemacht werden, der erst 1 Jahr nach seiner Entlastung bekannt wird? Oder hat dann der amtierende Vorstand (der nicht derselbe ist wie vor 1 Jahr) die Verantwortung und den Fehler auszubaden?

Antworten & Kommentare

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Antwort von Tom
am 25.05.2016
um 00:25 Uhr
Die Haftung knüpft grundsätzlich an den Beginn der Vorstandstätigkeit an. Diese datiert in der Regel auf die Wahl und deren Annahme. Teilweise ist jedoch auch der neu gewählte Vorstand für Versäumnisse des Vorgängers verantwortlich. Hat es der alte Vorstand zum Beispiel versäumt, die Steuererklärung fristgerecht abzugeben und bemerkt dies der neue Vorstand, so muss er die Erklärung unverzüglich nachholen (§ 153 Abgabenordnung, [AO]). Unterlässt er dies, haftet er persönlich.

Die Haftung endet grundsätzlich mit dem Amtsende. Eine Ausnahme gilt für Steuerschulden, die in der Amtszeit entstanden sind. Für diese haftet der Vorstand auch nach seinem Amtsende.

Wichtig: Die kommissarische Amtsübernahme schützt nicht vor der Haftung. Ein Vorstand kann auch in Anspruch genommen werden, wenn er nur kommissarisch tätig ist (BFH, Urteil vom 20.1.1998, Az: VII R 80/97).

Zu Ihrer Frage: Ja der amtierende Vorstand hat die Fehler der Vergangenheit auszubaden, sofern es sich nicht um Steuerangelegenheiten handelt.
 
 
 
 
 

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