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kommissarisch Kassenwart

gefragt von cohe
am 13.01.2013
um 21:08 Uhr
Seit 2008 bin ich kommissarisch Kassenwart. Ich bekam die Unterlagen übergeben und mußte ohne einen Hauch einer Ahnung schon die Körperschaftssteuererklärung ans Finanzamt abgeben 2005,2006 und 2007. Nach einen Termin beim Finanzamt wo mir bestimmte Dinge erklärt wurden.
Aber wir bekamen die Gemeinnützigkeit weiter anerkannt. In den Jahren 2008-2012 wurde keine Mitgliederversammlung abgehalten.
Für die Jahre 2008-2010 machte ich 2011 die Kassenbücher fertig, ließ diese durch ein Vereinsmitglied prüfen und übergab die Unterlagen durch unseren 1. Vorsitzender an einen Steuerberater weiter. Die Gemeinnützigkeit wurde wieder 3 Jahre verlängert nur sollten wir für die Jahre 2011 und 2012 eine Steuererklärung abgeben wegen Unstimmigkeiten vor 2008.
Aufgrund von privater und gesundheitlicher Problem sowie gewisser Entscheidungen des Vorstandes teilte ich dem Vorstand 2011 mit, dass ich vom Amt des immer noch kommissarischen Kassenwartes zurücktrete. Der Vorstand nannte eine Person, die das Amt übernehmen würde, nannte mir jedoch keinen Termin.
Ich wartet bis September 2012 und übergab dem Vorstand alle Unterlagen, Sparbücher, etc,
Darauf beschuldigten mich der 1. Vorsitzende, der 2. Vorsitzende und der Schriftführer ich sei schuld, dass keine Mitgliederversammlung durchgeführt wurde. Dann gaben Sie mir den Ordner von 2009 -2010 (Belege) wieder mit ich soll das Kassenbuch machen. Ich hätte voll das Chaos. Ich war so sprachlos und konnte nichts entgegen setzen, dass schon alles fertig ist und schon beim Finanzamt.
Sie vereinbarten mit mir zwei Termin um alles in Ordnung zu bringen. Ich hatte noch auf meinem Rechner Kopien von den Kassenbücher 2008-2010 sowie eine Bilanzaufstellung der Jahre 2008-2011
So sendete ich die Bilanzaufstellung sowie die Kassenbücher 2008,2009 und 2010 an den 2. Vorsitzenden und den Schriftführer.
Die Termine konnte ich nicht wahrnehmen, da ich beruflich sehr stark eingebunden war.
Jetzt in der ersten KW 2013, ließ ich die Ordner durch einen Boten persönlich an den 1. Vorsitzenden übergeben. Dem Ordner habe ich einen Brief beigelegt, in dem ich nun auch schriftlich meinen sofortigen Rücktritt mitteilte.
Nun werde ich vom Restvorstand unter Druck gesetzt, wegen Kassenprüfung, Kassenbericht. Aber ich möchte mit dem Verein nichts mehr zu tun haben.
Ich habe nun ein Übergabeprotokoll fertig gestellt und meine Vereinskündigung, die ich per Fax an den Vorstand senden werde.
Es ist eine große Enttäuschung für mich, da ich sehr engagiert war. Bei Veranstaltungen war meine ganze Familie involviert und auch bei der Sponsorsuche für unsere Veranstaltungen war ich erfolgreich. Zudem war ich bei der Organisation von den Veranstaltung eine tragende Kraft. Ich versuchte auch, dass was für unsere Mitglieder gemacht wurde mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg. Ich habe es gern gemacht.

Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen?

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Antwort von hbaumann
am 14.01.2013
um 09:15 Uhr
Zuerst einmal muss geprüft werden, ob Ihre Satzung überhaupt die Kooptierung bzw. kommissarische Einsetzung von Vorstandsmitgliedern vorsieht. Ich vermute mal eher nicht. Demzufolge hatten Sie nie den Status eines Vorstandsmitgliedes sondern haben lediglich das "Handwerkliche" erledigt, also die Bücher und Belege geführt ohne Vertretungsmacht zu besitzen. Dass Sie dennoch z.B. die Steuererklärungen abgegeben haben, ist im Rahmen einer sog. Duldungsvollmacht durch den Restvorstand erfolgt. Die Verantwortung für die Belange des Vereins liegt und lag aber nach wie vor beim vertretungsberechtigten (Rest)Vorstand. Demzufolge kann man Sie auch nicht für die nicht stattgefundenen Mitgliederversammlungen verantwortlich machen. Ich vermute, dass in Ihrer Satzung steht, dass diese durch den Vorstand einberufen werden, also hätte er es auch tun müssen.

Ihrer Anfrage entnehme ich, dass Sie sich zweifellos bemüht haben, alles ordentlich zu übergeben. Wenn der Vorstand Ihnen aber nicht entgegen kommt, ist es verständlich, wenn Sie auf diese Art nun einen Schlussstrich ziehen wollen. Ich denke auch, dass Sie sich in diesem Fall (Boten, Übergabeprotokoll) korrekt verhalten haben. Bei der Übergabe der Unterlagen sollten sie aber dennoch darauf achten, dass das nicht ausgerechnet während laufender Prozesse (Buchungen, Erstellung der Steuererklärung usw.) geschieht. Ein gewisser Abschluss sollte schon zu erkennen sein (Jahresende, Quartal, Saison o.ä.).

H. Baumann
Kontakt über: www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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