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Fragen & Antworten

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Kündigungsfrist - kann der Vorstand diese irgnorieren?

gefragt von cs1711
am 15.11.2012
um 20:06 Uhr
Zum Thema Ende der Mitgliedschaft besagt unsere Satzung:
----------------------------
Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austrittserklärung oder Ausschließung. Der
Austritt ist nur zum Ende eines jeden Jahres möglich. Er ist spätestens drei Monate
vorher gegenüber dem Vorstand schriftlich anzuzeigen. Jedes der Vorstandsmitglieder
ist zum Empfang der Austrittserklärung berechtigt.
----------------------------
Konkret bedeutet das ja, dass Kündigungen, die uns jetzt noch erreichen, erst zum 31.12.2013 wirksam sind und im kommenden Jahr noch volle Beitragspflicht besteht.

Wenn nun ein Mitglied diese Kündigungsfrist aus nachvollziehbaren Gründen nicht einhalten möchte, könnten wir als Vorstand dem Mitglied entgegenkommen (wenn wir denn wollen)? Denn damit würde wir ja ein Mitglied anders behandeln, als es in der Satzung vorgesehen ist, dem Verein entgeht ein Jahres-Mitgliedsbeitrag etc.

Viele Grüße
cs

Antworten & Kommentare

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Antwort von Vereinsmaier
am 16.11.2012
um 00:00 Uhr
Meiner Meinung nach haben die Bestimmungen in der Satzung Vorrang. Sonst könnte ja jedes Mitglied an einem beliebigen Punkt im Jahr kündigen. Und das finde ich in der Tat unfair gegenüber den anderen Mitgliedern, die die Kündigungsfrist einhalten. Schließlich hat jedes Neumitglied die Satzung erhalten und ist somit ausreichend informiert worden. Die Mitgliedschaft in einem Verein ist halt mit einem Vertrag vergleichbar.
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Antwort von hbaumann
am 16.11.2012
um 14:13 Uhr
Das zuvor Gesagte ist völlig richtig, dennoch gibt es eine Ausnahme davon: Die fristlose Kündigung "aus wichtigem Grund". Dabei darf der wichtige Grund aber nicht in der Sphäre des Mitglieds liegen (OLG Oldenburg OLGR 2009, 612, 613).
Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn der Verbleib im Verein bis zum Ablauf der Kündigungsfrist eine unerträgliche Belastung bedeuten würde.

Andererseits hat der Vorstand natürlich dennoch einen gewissen Spielraum. Ich denke, es wird kein anderes Mitglied aufbegehren, wenn jemand vorzeitig aus der Mitgliedschaft entlassen wird, der z.B. sehr schwer krank ist.

Eine planmäßige und moderate Beitragserhöhung ist kein Grund zur fristlosen Kündigung!

H. Baumann
kontakt@vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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