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Mitglied im Sinne der Satzung? Warum für nicht gel. Gem.-Arbeit bezahlen

gefragt von Eberhard
am 03.03.2015
um 18:15 Uhr
Es geht um alle Mitglieder. Um „ordentliche Mitglieder, Ehegatten-, Ehren- und Fördermitglieder. Sie haben alle die gleichen Rechte.“ § 3, Abs. 3 unserer Satzung.
Weiter unsere Satzung § 4 Abs. 4 a:
„Nach Maßgabe dieser Satzung sind die Mitglieder auf Anordnung des Vorstandes zur Gemeinschaftsarbeit verpflichtet. Für nicht geleistete Gemeinschaftsarbeit ist der von der Mitgliederversammlung festgesetzte Betrag an den Verein zu entrichten.“

In der dazu gehörenden Gartenordnung Abs. 10:
„Die Gemeinschaftsarbeit dient der Errichtung, Ausgestaltung und Unterhaltung von Gemeinschaftsanlagen und ist Pflicht aller Mitglieder. Für nicht geleistete Gemeinschaftsarbeit ist der in § 4 Abs. 4 der Satzung bezeichnete Betrag an den Verein zu entrichten.“

Es gibt bei unseren Mitgliedern unterschiedliche Meinungen über die Auslegung von Satzung und Gartenordnung
1. Zu „die oder auch zu alle Mitglieder zählen ordentliche, passive-, förder-, und Ehegattenmitglieder. Also müssen sie auch Gemeinschaftsarbeit machen. Alle

2. Es müssen nur die ordentlichen Mitglieder (Pächter) Gemeinschaftsarbeit machen.
Außer ehrenamtlich (in eine Funktion gewählte) Tätige: Vorstand, Obleute für Wasser, Strom, Revisoren usw.

Antrag des Vorsitzenden zur MHV unter Punkt 10. Anträge:

Die Mitglieder-Jahreshauptversammlung möge beschließen:
a) ..finanzielle Ersatzleistung von EURO 12,50 je Stunde nicht geleistete Gemeinschaftsarbeit.

Beschlussfassung auf der folgenden MHV:
10.a) Finanzielle Ersatzleistung für nicht geleistete Gemeinschaftsarbeit: EURO 12,50


Oben zitierte Antrag und Beschluss sagen nicht aus, wofür die dann gezahlte finanzielle Ersatzleistung verwendet werden soll. Praxis: In der Jahresabschluss-Rechnung, Gegenüberstellung Einnahmen/Ausgaben des Vereins, tauchen die Zahlungen als Einnahme auf und verschwinden dann spurlos in der Vereinskasse.
Die Mitglieder können sich also freikaufen und die Arbeit bleibt unerledigt. Nachfragen werden fadenscheinig oder nicht beantwortet.
Es geht hier um einen Euro-Betrag zwischen 1000 € und bis zu 1800 €
pro Jahr. Ist das so in Ordnung?

Antworten & Kommentare

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Antwort von horseman
am 11.03.2015
um 09:14 Uhr
Die unterschiedlichen Meinungen ihrer Mitglieder sollten Sie zum Anlass nehmen, ihre Satzung zu konkretisieren. Gleiche Rechte der unterschiedlichen Mitgliedsformen müssen nicht automatisch gleiche Pflichten bedeuten. in der Regel sollten es die ordentlichen, beitragszahlenden Mitglieder sein die Stunden leisten sollten. Ehrenmitglieder z.B., welche sich in besonderer Weise um den Verein verdient gemacht haben und in der Regel beitragsfrei gestellt sind, sollten auch von diesen Stunden befreit sein. Aber das müssen Sie im Zuge einer Satzungsänderung im Rahmen einer Mitgliederversammlung selbst explizit festlegen.
Die Festlegung einer "Strafabgabe" für nichtgeleistete Stunden muss aus zweierlei Hinsicht unbedingt sein. Zum einen aus Fairness denen gegenüber, welche ihre Stunden erbringen und zum zweiten zur Finanzierung einer Ersatzleistung.
Denn was spricht dagegen, das die unerledigte Arbeit extern an Fremdfirmen vergeben wird (z.B. für 12,50€ die Stunde)?
Damit wären die Arbeiten erledigt und alles chick.
Das sich Mitglieder "Freikaufen" müssen sie dulden, manche können aber auch schlicht gesundheitliche Einschränkungen haben.
Wenn die eingenommenen Gelder in der Kasse als Einnahmen verbucht sind, sind sie ja nicht spurlos verschwunden und der Verwendungszweck muss nach meiner Ansicht auch nicht zwingend festgelegt sein.
Zu ordentlichen Antworten auf Ihre Nachfragen kommen Sie ganz einfach auf einer Mitgliederversammlung. Da muss ihnen der Vorstand Rede und Antwort stehen. Holen sie sich andere Mitglieder "ins Boot", die ihnen den Rücken stärken, wenn der Vorstand mauern sollte. Wenn sie den Punkt als -Verwendung der "Strafabgaben" in die TO aufnehmen lassen können dazu auch Beschlüsse der Mitgliederversammlung gefasst werden. Das ist meine persönliche Meinung.
 
 
 
 
 

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