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Nachforderung Mitgliedsbeitrag

gefragt von Josefine
am 16.06.2014
um 21:03 Uhr
"Die Höhe des Mindestbeitrags legt die Mitgliederversammlung fest." steht in der Satzung.

Es gab mal einen Mindestbeitrag von 20 DM.

Ein anders lautender Beschluss findet sich nicht in den Protokollen seit der Währungsumstellung.
Die 1. Vorsitzende hat JETZT festgestellt, dass einige Vereinsmitglieder (17 von 123) durch den Lastschrifteinzug und die automatische Umstellung zum 1.1.2002 "nur" 10,23 € zahlen.
Einem dieser Mitglieder hat sie mitgeteilt, sie solle rückwirkend bis 2002 pro Jahr 8 € nachzahlen oder sie würde aus dem Verein ausgeschlossen.

Ich finde, rückwirkende Nachforderungen sind nicht zulässig, da die Mitglieder, die vor der Währungsumstellung eingetreten waren, nicht darüber informiert wurden, dass jetzt 20 € zu zahlen sind.

Wer hat Recht?


Für Ihre Hilfe besten Dank im Voraus.

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 17.06.2014
um 08:39 Uhr
Die Beitragszahlung gehört zu den elementaren Pflichten der Mitglieder – sofern das in der Satzung geregelt ist. Unwissenheit über die Höhe des Beitrages ist kein Grund für eine Nichtzahlung. Beiträge unterliegen der Bringepflicht. Jedes Mitglied muss sich also selbst informieren, wie hoch diese sind. Daher sind auch rückwirkende Forderungen berechtigt. Allerdings unterliegen diese der Verjährung.

Für die Verjährung von Mitgliedsbeiträgen gilt ab dem 01.01.2002 eine Verjährungsfrist von drei Jahren (§ 195 BGB). Die Frist beginnt mit dem Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Beispiel:
Wurde z.B. der Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2012 fällig, beginnt die Verjährungsfrist am 1.1.2013 und endet am 31.12.2015. Damit ist dann der Zahlungsanspruch für das Jahr 2012 und die davor liegenden Jahre erloschen.

Für Ihren konkreten Fall heißt das, dass bis zum Ende des Jahres 2014 nur noch Beiträge für 2011, 2012, 2013 und natürlich das laufende Jahr 2014 gefordert werden können.

H. Baumann
www.vorstandswissen.de
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Antwort von hbaumann
am 17.06.2014
um 08:39 Uhr
Die Beitragszahlung gehört zu den elementaren Pflichten der Mitglieder – sofern das in der Satzung geregelt ist. Unwissenheit über die Höhe des Beitrages ist kein Grund für eine Nichtzahlung. Beiträge unterliegen der Bringepflicht. Jedes Mitglied muss sich also selbst informieren, wie hoch diese sind. Daher sind auch rückwirkende Forderungen berechtigt. Allerdings unterliegen diese der Verjährung.

Für die Verjährung von Mitgliedsbeiträgen gilt ab dem 01.01.2002 eine Verjährungsfrist von drei Jahren (§ 195 BGB). Die Frist beginnt mit dem Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Beispiel:
Wurde z.B. der Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2012 fällig, beginnt die Verjährungsfrist am 1.1.2013 und endet am 31.12.2015. Damit ist dann der Zahlungsanspruch für das Jahr 2012 und die davor liegenden Jahre erloschen.

Für Ihren konkreten Fall heißt das, dass bis zum Ende des Jahres 2014 nur noch Beiträge für 2011, 2012, 2013 und natürlich das laufende Jahr 2014 gefordert werden können.

H. Baumann
www.vorstandswissen.de
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Antwort von hbaumann
am 17.06.2014
um 08:39 Uhr
Die Beitragszahlung gehört zu den elementaren Pflichten der Mitglieder – sofern das in der Satzung geregelt ist. Unwissenheit über die Höhe des Beitrages ist kein Grund für eine Nichtzahlung. Beiträge unterliegen der Bringepflicht. Jedes Mitglied muss sich also selbst informieren, wie hoch diese sind. Daher sind auch rückwirkende Forderungen berechtigt. Allerdings unterliegen diese der Verjährung.

Für die Verjährung von Mitgliedsbeiträgen gilt ab dem 01.01.2002 eine Verjährungsfrist von drei Jahren (§ 195 BGB). Die Frist beginnt mit dem Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Beispiel:
Wurde z.B. der Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2012 fällig, beginnt die Verjährungsfrist am 1.1.2013 und endet am 31.12.2015. Damit ist dann der Zahlungsanspruch für das Jahr 2012 und die davor liegenden Jahre erloschen.

Für Ihren konkreten Fall heißt das, dass bis zum Ende des Jahres 2014 nur noch Beiträge für 2011, 2012, 2013 und natürlich das laufende Jahr 2014 gefordert werden können.

H. Baumann
www.vorstandswissen.de
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Antwort von hbaumann
am 18.06.2014
um 07:42 Uhr
Nun ist es mir selbst sogar so ergangen. Meine Antwort ließ sich einfach nicht abschicken, so dass ich einmal und noch einmal und dann noch ein drittes Mal geklickt habe. Das Ergebnis ist, dass sie nun dreimal da ist.

H. Baumann
 
 
 
 
 

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