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Fragen & Antworten

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Noch-Vereinsvorsitzender bucht Spendengelder um

gefragt von doktormabuse
am 09.01.2014
um 14:53 Uhr
Liebes Forum,
unser gemeinnütziger Verein hat eine grössere Spende für Vereinszwecke erhalten. Wir haben 3 Vorstandsmitglieder (ehrenamtlich), der Vorsitzende ist im Moment noch alleinvertretungsberechtigt. Jedoch hat eine Satzungsänderung stattgefunden, sodaß zukünftig nur 2 Vorstandsmitglieder gemeinsam vertretungsberechtigt sind.
Die entsprechenden Unterlagen sind beim Registergericht eingereicht, damit der Eintrag erfolgen kann. Unser Noch-Vorsitzender hat in der Zwischenzeit, ohne uns über die Sachverhalte zu informieren, Teile der Spende an "seine" gGmbH überwiesen (Er ist dort alleinvertretungsberechtigt) mit dem Hinweis, die gGmbH finanziert damit Vereinsbelange. Wir (die beiden anderen Vorstandsmitglieder) haben nun einen internen Beschluß verfasst und ihm mitgeteilt, Er sollte weitere Umbuchen unterlassen, bis alle Sachverhalte geklärt sind. Er hat dies für unwirksam erklärt, da wir ja noch nicht "eingetragen" wären und weitere Umbuchungen vorgenommen. Das ganze hat nun zu einem Vertrauensbruch geführt und wir wissen keinen anderen Rat mehr, als eine ausserordentliche MV, da wir der Meinung sind, es muss alles offengelegt werden und die Mitglieder müssen informiert werden. Kann unser Noch-Vorsitzender wirklich einfach so schalten und walten wie Er will? Unsere Satzung sieht da keine Reglementierung vor.
Für hilfreiche Antworten wäre ich dankbar,
Gruß

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 09.01.2014
um 15:52 Uhr
Leider ist es so. So lange die Satzungsänderung noch nicht eingetragen ist, herrschen noch die alten Bedingungen. Rein juristisch ist also gegen die alleinigen Handlungen des Vorsitzenden nichts zu sagen. Solche Alleingänge sind aber immer eine erhebliche Belastung für das Vertrauensverhältnis im Verein.

Außerdem muss geklärt werden, ob diese Umbuchungen den Vereinsinteressen entsprechen bzw. ob er wirklich einen Anspruch darauf hat. Es müsste dann ja zumindest eine belegbare Gegenleistung erbracht worden sein.

H. Baumann
www.vorstandswissen.de
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Antwort von doktormabuse
am 09.01.2014
um 20:32 Uhr
Vielen Dank für die Antwort.
Aber welche Möglichkeiten haben wir denn dann? Ist die Idee mit der zeitnahen MV sinnvoll?
Und wie ist es im Innenverhältnis im Vorstand? Gelten da unsere Beschlüsse gegen den Vorsitzenden oder sind diese unwirksam?
Was schlage Sie vor?

Danke für weitere Infos.
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Antwort von hbaumann
am 10.01.2014
um 09:53 Uhr
Was wollen Sie denn mit einer MV erreichen? Sie können momentan dem Vorsitzenden ja noch nicht die Vertretungsbefugnis entziehen.
Machen Sie eine Vorstandssitzung und führen Sie einen Mehrheitsbeschluss herbei, wonach der Vorsitzende aufgefordert wird, das Geld wieder zurück zu buchen und weitere Buchungen zu unterlassen. Das wird dann aktenkundig gemacht. Widersetzt sich der Vorsitzende diesem Beschluss und kommt es durch die Umbuchungen zu einem Schaden für den Verein, kann der Verein den Vorsitzenden dafür persönlich haftbar machen.

H. Baumann
www.vorstandswissen.de
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Antwort von doktormabuse
am 10.01.2014
um 11:42 Uhr
Hallo,
mit einer MV wollen wir die Mitglieder auf die Situation aufmerksam machen, damit endlich der Vorsitzende sein Handeln erklärt.
Wir haben bereits einen internen Vorstandsbeschluß gefasst (die 2 anderen Vorstandsmitglieder) daß die Gelder bis zu Klärung wofür, wieder auf das Vereinskonto gebucht werden. Unser Vorsitzender hat über seinen Anwalt ausrichten lassen, daß dieser unwirksam ist, da noch kein Registereintrag vorliegt.
Das Geld liegt momentan auf der gGmbH des Vorsitzenden und das Vereinskonto ist fast leer, laufende Kosten können aber soeben noch bedient werden, also wird wohl auch kein Schaden entstehn. Welche Möglichkeiten haben wir sonst noch, wir fühlen uns total entmündigt?
Danke für Ihre Antwort
 
 
 
 
 

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