Superbanner
 

Fragen & Antworten

Avatar

Rechtsschutz im Verein

gefragt von DSM
am 27.06.2016
um 13:40 Uhr
In einem Streitfall zwischen dem Verein und einem nicht-stimmberechtigtem Mitglied über eine Vollmitgliedschaft argumentiert die dafür zuständige Versicherung folgender Maßen:

In Ihrer Angelegenheit ist das Vereinsrecht betroffen. Es besteht kein Versicherungsschutz, da es sich um kein vertragliches oder gesetzliches Schuldverhältnis, sondern um ein körperschaftliches Rechtverhältnis handelt.

Weiter wird ausgeführt dass man das Vereinrecht nicht versichern kann.
Wie ist so etwas möglich? Zwischen einem eingetragenen Verein und seinen Mitgliedern wird sicher öfters zu Streitigkeiten zwischen dem Verein und seinen Mitgliedern i.B. der Mitgliedschaft kommen. Wie kann so eine Konstellation nicht versicherbar sein? Laut unsere Police haben wir Firmen-Rechtschutz- Spezial-Strafrechtschutz (S), sowie Privat, Berufs, Verkehrs und Wohnungsrechtschutz (PBVW)

Über eine Antwort würden wir uns freuen.

Antworten & Kommentare

Avatar
Antwort von hbaumann
am 27.06.2016
um 20:43 Uhr
Die Versicherung hat Recht! Die von Ihnen aufgezählten Arten des Rechtsschutzes betreffen tatsächlich nicht das Vereinsrecht. Der Verein hätte eine Rechtsschutzversicherung abschließen müssen, die das Vereinsrecht mit einschließt. Solch eine Versicherung werden Sie aber wahrscheinlich gar nicht finden, da in einem Verein solche Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand bzw. dem Verein vorprogrammiert sind. Daher wird dieses Risiko in der Regel ausgeklammert. Das ist sogar im Sportbereich so, wo es eine spezielle Rechtsschutzversicherung über die Landessportbünde für die Mitgliedsvereine gibt. Sogar bei diesen Rechtsschutzversicherungen sind vereinsinterne Auseinandersetzungen, die das Vereinsrecht betreffen, ausgeschlossen.

H. Baumann
 
 
 
 
 

Login mit Benutzername

 
 
 
 
 
 
Wide Skyscraper
Full Banner