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Reichen Kopien von Protokollen, etc. bei Steuererklärung für Verein? - 24.12.2016

gefragt von maxi_k77
am 24.12.2016
um 14:30 Uhr
Hallo zusammen,

ich bin ein Neuling in Sachen Vereinsrecht. Nächstes Jahr ist unsere erstmalige Steuerklärung (bzw. Erklärung gegenüber dem FA nötig). Man soll dabei ja Protokolle, Rechenschaftsberichte, etc. mitsenden.

Meine Frage: Reicht es die o.g. Unterlagen als Kopie mitzuschicken?

Vielen Dank!

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 25.12.2016
um 09:41 Uhr
Ein gemeinnütziger Verein muss normalerweise alle drei Jahre eine Steuererklärung für die vergangenen drei Jahre abgeben. Dazu muss er von jedem Jahr den Jahresabschluss (Einnahmen-Überschuss-Rechnung), jeweils einen Tätigkeitsbericht (wie hat er den gemeinnützigen Vereinszweck verwirklicht) und den Gem1-Bogen, allerdings nur mit Angaben zum letzten Jahr, einreichen. Falls er Honorarkräfte beschäftigt, also z.B. Übungsleiter, kommt noch die Anlage 1 zum Gem1-Bogen dazu. Darin muss auflistet werden, welche Honorare an wen gezahlt wurden. Das Finanzamt macht dann evtl. eine sog. Kontrollmitteilung an die Finanzämter der Honorarempfänger, damit diese überprüfen können, ob diejenigen ihre Einkünfte in ihrer Steuererklärung angegeben haben.

Üblicherweise will das Finanzamt für Körperschaften keine weiteren Belege. Ich mache seit mehreren Jahren die Steuererklärung für meinen Verein und habe noch niemals Belege mit eingereicht. Das müssen Sie demnach bei Ihrem zuständigen Finanzamt in Erfahrung bringen. Es kann natürlich sein, dass beim Verein eine Betriebsprüfung durchgeführt wird. Dann müssen natürlich alle Belege im Original vorhanden sein.

Zu empfehlen sind auch die Publikationen des Verlages, die jedem Vereinsvorstand weiterhelfen können:
http://lp.vereinswelt.de/sb/vsm/schatzmeister-aktuell.php?sid=317215

H. Baumann
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Antwort von Tom
am 25.12.2016
um 11:17 Uhr
Im übrigen gilt eine Aufbewahrungsfrist für Belege etc. von 10 Jahren, beginnend zum Ende des Jahres der Geschäftsvorfälle
Beispiel: Buchungsbeleg vom 3.3.16
Beginn Verjährungsfrist: 1.1.17
Ende: 31.12.26
Zum 1.1.27 kann der Beleg vernichtet werden.
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Antwort von Tom
am 25.12.2016
um 11:18 Uhr
Im übrigen gilt eine Aufbewahrungsfrist für Belege etc. von 10 Jahren, beginnend zum Ende des Jahres der Geschäftsvorfälle
Beispiel: Buchungsbeleg vom 3.3.16
Beginn Verjährungsfrist: 1.1.17
Ende: 31.12.26
Zum 1.1.27 kann der Beleg vernichtet werden.
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Antwort von maxi_k77
am 29.12.2016
um 09:44 Uhr
Vielen Dank für die Antworten.

Mir ging es eher um die Frage, ob es ausreicht KOPIEN von Unterlagen wie z.B. Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, Tätigkeitsberichte, etc. einzureichen oder ob das Originale sein müssen. Die würde ich für meine eigenen Unterlagen natürlich am liebsten behalten und nur die Kopien gemeinsam mit der Steuererklärung einreichen!
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Antwort von hbaumann
am 31.12.2016
um 18:35 Uhr
Sofern Sie überhaupt Belege beim Finanzamt einreichen müssen, müssen es Originale sein. Die bekommen Sie ja dann nach der Prüfung wieder. Das heißt, Sie müssten sich für Ihre Unterlagen sicherheitshalber Kopien machen.

H. Baumann
 
 
 
 
 

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