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Stellvert. Vorsitzende hat Mitgliedschaft gekündigt. Was ist zu tun? - 03.11.2017

gefragt von Lieblingsblondi
am 03.11.2017
um 14:17 Uhr
Guten Tag,

unsere stellvert. Vorsitzende hat fristgerecht ihre Mitgliedschaft im Verein gekündigt. Unsere Satzung sieht vor bei einer Mitgliederversammlung (Ende November geplant) durch eine Ergänzungswahl das Amt neu zu besetzen bis zu den nächsten regulären Wahlen (in einem Jahr).

Frage 1: Es wurde nur eine schriftl. Kündigung der Mitgliedschaft abgegeben. Muss dazu noch extra eine Kündigung/Niederlegung des Amtes im Vorstand vorliegen oder reicht die Kündigung der Mitgliedschaft aus?

Frage 2: Kann die Position für dieses eine Jahr durch ein anderes Vorstandsmitglied (z.B. Beisitzer) übernommen werden (nach entsprechender Wahl über MGV) bzw. kann ein Nicht-Vorstandmitglied bei der Ergänzungswahl mit in den Vorstand aufgenommen werden und den Posten ausführen?

Frage 3: Wir haben unseren Vorstand im Juli 2014 für 4 Jahre gewählt. Darf die nächste Wahl erst im Juli 2018 stattfinden oder kann man diese auch vorziehen (z.B. Januar, Februar, ...) bzw. später durchführen (z.B. Oktober, November)?

Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Nora D.

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 03.11.2017
um 16:30 Uhr
Zu1:
Sofern Vorstandsämter nur von Vereinsmitgliedern besetzt werden dürfen, erlischt mit dem Austrittsdatum auch das Vorstandsamt. Eine separate Rücktrittserklärung ist dann nicht erforderlich. Will diese Person allerdings sein Amt sofort niederlegen, muss es solch eine extra Erklärung zur Amtsniederlegung abgeben.

Zu2:
Eine sog. Ämterbündelung von Vorstandsposten ist nur möglich, wenn das die Satzung ausdrücklich zulässt. Anderenfalls nicht.
Erfolgt die Ergänzung des Vorstandes durch eine Wahl in der MV, dann ist das in Ordnung. Eine Kooptierung - und das meinen Sie wahrscheinlich - ist ebenfalls nur möglich, wenn es dafür eine Satzungsbestimmung gibt.

Zu3:
Wenn die Satzung eine Amtszeit festlegt, kann diese nicht - auch nicht durch Beschluss der MV - verkürzt werden. Erfolgen Zwischenwahlen/Nachwahlen, beginnt auch für diese Personen die satzungsmäßige Amtszeit von 4 Jahren, auch wenn sie dann von der Amtszeit der anderen abweicht.
Lösen können Sie das Problem nur dadurch, dass zum Zeitpunkt der regulären Wahl alle Nachgewählten zurücktreten und sich gleich wieder zur Neuwahl aufstellen lassen. Das Vorhaben in Ihrem ersten Absatz (Wahl für ein Jahr) geht also so nicht - es sei denn, die Satzung regelt das.

Zu empfehlen ist auch folgende Publikation des Verlages:
http://lp.vereinswelt.de/sb/vm/handbuch_vereinsvorsitzenden.php?sid=812075
Kunden des Verlages können sich mit Ihren Anfragen direkt an den Vereins-Service wenden und erhalten eine kompetente Antwort: redaktion@vereinswelt.de

H. Baumann



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Antwort von Lieblingsblondi
am 09.11.2017
um 13:49 Uhr
Danke für die schnellen und hilfreichen Antworten.

Also zählt bei der Wahl der Wahlmonat nicht das Wahljahr? Ist dies irgendwo schriftlich festgehalten (z.B. BGB, ...) ?
Wird die Wahl nicht anerkannt wenn sie zwar im Wahljahr stattfindet, aber beispielsweise 5 Monate eher durchgeführt wird?

MfG
Nora Dähnn
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Antwort von hbaumann
am 10.11.2017
um 09:30 Uhr
Es zählt nicht nur der Wahlmonat, sondern der Wahltag. Genau an diesem Tag endet erst die Wahlperiode. Eine gesetzliche Grundlage gibt es dafür nicht, wenn aber die Satzung besagt, dass der Vorstand z.B. für 2 Jahre gewählt wird, gilt das exakt ab dem Wahltag.

Eine vorzeitige Wahl wäre nur möglich, wenn die Vorstandsmitglieder damit einverstanden sind und an dem vorgezogenen Wahltag von ihrem Amt zurücktreten und sich dann gleich wieder wählen lassen.

H. Baumann
 
 
 
 
 

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