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Trainingslager - 19.11.2016

gefragt von Lisa55
am 19.11.2016
um 19:08 Uhr
Unsere Fußball-Junioren fahren seit 3 Jahren einmal jährlich für eine Woche in eine Jugendherberge und absolvieren dort mit dem Übungsleiter ein Trainingslager. Der Verein zahlt einen Anteil der Kosten und die Eltern den größeren Anteil. Der Vorstand hat beschlossen, dass der Übungsleiter 2-3 Angebote der Jugendherbergen einreichen muss um dem Trainingslager zu zustimmen. In diesem Jahr gab es Umstimmigkeiten mit dem ÜL sowie mit den Eltern. 1. Hat der ÜL nur ein Angebot eingereicht. Der Vorstand verlangte weitere Angebot und entschied sich dann für eine andere Jugendherberge als die vom ÜL favorisierte. Die Eltern waren der Ansicht, dass der Vorstand da gar kein Mitspracherecht hat, da sie doch den größeren Kostenanteil tragen und mit dem Angebot des ÜL einverstanden waren. Die Entscheidung des Vorstandes für ein anderes Angebot erfolgte u.a. aus folgender Erwägung.
1. Die Kinder (13 und 14 Jahre) sind mit Bahn und Bus 5 Stunden unterwegs und müssen 4-5x umsteigen. Am Rückreisetag (Samstag) keine Busverbindung bis zum nächsten Bahnhof (Entfernung ca. 12 km). Meine Fragen: 1. Kann der Vorstand mitentscheiden wo das Trainingslager stattfindet oder muss man sich der Ansicht der Eltern unterwerfen ? 2. Wie verhält es sich auf diesen Fahrten mit der versicherungsseitigen Absicherung ? 3. Ist der Verein in der Haftung wenn etwas passiert ? 4. Kann man die Eltern in irgendeiner Weise in die Haftung nehmen, falls sie unbedingt ein bestimmtes Trainingslager bevorzugen ? Meiner Meinung ist es dann keine Vereinsfahrt mehr.

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Antwort von hbaumann
am 26.11.2016
um 13:15 Uhr
Da es sich bei Trainingslagern immer um Vereinsveranstaltungen handelt, liegt die Entscheidung über die Durchführung auch beim Verein. Dennoch ist der Vorstand gut beraten, da die Eltern wesentlich zur Finanzierung beitragen, gemeinsam mit den Übungsleitern und den Eltern die Vorbereitung und Finanzierung abzustimmen. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass man dann immer eine praktikable und für alle Seiten akzeptable Lösung findet.

Da es sich bei Ihnen um einen Sportverein handelt, sind Sie sicher Ihrem entsprechenden Fachverband und somit auch dem Landessportbund angeschlossen. Die Landessportbünde haben Versicherungsverträge abgeschlossen, die eine Unfall- und Haftpflichtversicherung beinhaltet. Trainingslager sowie die Fahrten dort hin und wieder zurück sind in der Regel mitversichert. Das sollten Sie aber vorsichtshalber erfragten. Den Versicherungsvertrag können Sie sicher auf der Homepage des LSB finden.

Der Verein (Vorstand) ist in der Haftung, wenn ihm ein Verschulden nachgewiesen werden kann und grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorliegen.

Es bleibt immer eine Vereinsfahrt, so lange der Verein in irgendeiner Weise daran beteiligt ist.

Zu empfehlen sind auch die Publikationen des Verlages, die jedem Vereinsvorstand weiterhelfen können:
http://lp.vereinswelt.de/lp/all/VNL_Superbuch.html

H. Baumann
 
 
 
 
 

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