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Verdecktes unzulässiges Geldgeschenk?

gefragt von Eleonore
am 28.06.2014
um 23:16 Uhr
Folgender Sachverhalt liegt vor.
Ein Vereinsmitglied (seit dem 01.01.2014 im Verein) erstellt
einen Jahresbericht, der gedruckt wird.
Das Vereinsmitglied ist gleichzeitig der Herausgeber.

Nun sollen die Druckkosten vom Verein bezahlt werden
(zwischen 400 und 500 Euro).

Gleichzeitig will ein anderes Vereinsmitglied eine Zuwendung von 400 Euro an den Verein überweisen.

Ich habe dem Vorstand erklärt, dass diese Angelegenheit
nicht möglich ist.

Die Bezahlung der Druckkosten an die Druckerei wäre
eine indirekte unzulässige Zuwendung bzw. ein verdecktes
unzulässiges Geldgeschenk aus Vereinsmitteln,
denn auch die Zuwendung des anderen Vereinsmitgliedes
würde bei Gutschrift auf unserem Konto zum Vereinsmittel.

Kann mir jemand vielleicht zu dieser Situation eine Antwort
geben.

Danke!

PS. Nachdem man mich auf das Übelste beschimpft hat,
hat der Vorstand auf Grund der Frage \"Wer ist dafür, dass
der Verein die Druckkosten bezahlt? beschlossen, die
Druckkosten zu bezahlen.
Ich halte diese Abstimmung für rechtswidrig, da man
sich nicht über geltendes Gesetz hinwegsetzen kann
(Kein Vereinsmitglied erhält Zuwendungen aus Vereins-
mitteln).

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 30.06.2014
um 08:12 Uhr
Hier liegen Sie falsch!

Das Prinzip der Selbstlosigkeit besagt zwar, dass Mitglieder in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten dürfen, hier liegt der Fall aber etwas anders. Zuwendungen an Mitglieder wären z.B., wenn der Verein am Jahresende Beitragsüberschüsse hätte und den Mitgliedern, sozusagen als Gewinnausschüttung, Einiges zurückzahlt. Oder auch, wenn die Grenze für Aufmerksamkeiten von 40 Euro pro Jahr überschritten wird.

Erbringt das Mitglied aber eine Leistung für den Verein, kann diese durchaus vergütet werden. Nichts anderes passiert doch z.B. mit Chorleitern im Musikverein oder Übungsleitern im Sportverein.

Wäre der Druck von einer Fremdfirma durchgeführt worden, hätte der Verein sie ja auch bezahlen müssen. In dem von Ihnen geschilderten Fall hat das Vereinsmitglied als sog. dritte Person gehandelt.

Anders läge der Fall nur, wenn die Erstellung und der Druck des Jahresberichtes zu den Mitgliedspflichten dieses Mitgliedes gehören sollte. Dann dürfte diese Tätigkeit tatsächlich nicht vergütet werden. Das ist aber kaum vorstellbar.

H. Baumann
www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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