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Fragen & Antworten

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Verein ohne Vorstand - wer lädt zur Versammlung ein?

gefragt von Günteraldo
am 27.05.2013
um 09:35 Uhr
Hallo,
Folgender Fall:
Der Vorstand eines Vereins tritt komplett zurück und weigert sich zur außerordentlichen Mitgliederversammlung einzuladen.
Wer darf/soll/muss diese Versammlung einberufen, sofern hier nicht das Amtsgericht bemüht werden soll?
Besten Dank

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 27.05.2013
um 11:30 Uhr
Wenn der gesamte Vorstand zurücktritt, ist das immer zur sog. "Unzeit", weil der Verein dadurch handlungsunfähig wird (hat keinen vertretungsberechtigten Vorstand mehr). Für Schäden, die dem Verein daraus entstehen, haften dann die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder persönlich. Stellen Sie sich vor, es müssen gerade Verträge verlängert werden oder die Steuererklärung ist fällig, was dann nicht geschehen kann. Die Folgen können für den Verein schwerwiegend sein. Das sollten Sie diesen Damen und Herren einmal klarmachen.

So lange die ehemaligen Vorstandsmitglieder noch im Vereinsregister eingetragen sind, dürfen sie zu einer Mitgliederversammlung einladen. Wenn sie sich tatsächlich weigern – was in Anbetracht der Situation, in der sie sich befinden sehr kurzsichtig wäre -, dann bleibt nichts anderes übrig, als durch das Amtsgericht einen Notvorstand bestellen zu lassen, der dann einlädt. Dieser Notvorstand ist dann u.U. ein Rechtsanwalt, falls sich aus dem Verein niemand findet. Es entstehen aber in jedem Fall Kosten, die die ehemaligen Vorstandsmitglieder ebenfalls tragen müssen, weil durch sie diese Situation entstanden ist.

Sie sollten den Zurückgetretenen (insbesondere natürlich den Vertretungsberechtigten) also die Tragweite ihres Handelns vor Augen führen und sie auffordern, trotz möglichen Frustes, wenigstens noch zur nächsten Versammlung einzuladen, damit ein neuer Vorstand gewählt werden kann.

H. Baumann
Kontakt über: www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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