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Fragen & Antworten

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was tun wenn ein Vorstandsmittglied sich Vereinsschädigend verhält?

gefragt von jgvmg
am 11.06.2013
um 17:13 Uhr
Was kann der Vorstand tun wenn sich ein Vorstandsmitglied Vereinsschädigendes verhalten an den Tag legt?
Was ist passiert: einem Vereinsmitglied wurde durch ein Vorstandsmitglied empfohlen keine Kurse in unserem Verein zu buchen.
Im weiteren wurden bei gleicher Veranstalltung 2 weitere Vereine von besagtem Vorstandmitglied bloss gestellt, so das nunmehr die zusamenarbeit mit diesen Vereinen massiv beeinträchtigt wurde und unser Verein der leidtragende ist. Dazu kommen noch unabgestimmte Pressegespräche.
Ich möchte auf der kommenden Vorstandsitzung die Punkte auf den Tisch bringen. Um weiteres negative zu verhindern möchte ich natürlich rechtsicher handeln können.
Meine Gedanken sind:
a: Aufforderung zum Rücktritt,
b: Beurlaubung bis zur Neuwahl des Vorstandes
c: Vereinsausschluß

Unsere Satzung besagt folgendes zum Thema die Mitgliedschaft erlischt:
durch Ausschluss, 1. bei schädigung der Interessen und des Ansehens des Vereins, 2. bei gröblicher Verletzung der Vereinssatzung, bei beleidigungen oder ungebührlicher Kritik gegenüber einem Mitglied, dem Vorstand oder ggf. Prüfern.
Aus meiner Sicht sind damit midestens 2 Punkte erfüllt.
Allerdings weis ich nicht ob das Vorstandsmitglied gleich zu behandeln ist wie alle Mitglieder ohne Vorstandsposten.

Freue mich auf rückmeldungen.

mfg.

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 12.06.2013
um 14:45 Uhr
Zu den Gründen für einen Ausschluss möchte ich mich hier nicht äußern, da das der Verein selbst entscheiden muss, ob sie ausreichend sind.

Was die geplante Verfahrensweise anbelangt, möchte ich aber folgendes sagen:

Zu a) Selbstverständlich kann man ein Vorstandsmitglied auffordern, sein Amt niederzulegen. Man sollte ihm das, wenn die Gründe ausreichen, auch empfehlen, um zu verhindern, dass auf der nächsten MV schmutzige Wäsche gewaschen werden muss.

Zu b) Eine Beurlaubung bzw. Suspendierung eines Vorstandsmitgliedes durch den Vorstand ist nur möglich, wenn Ihre Satzung so etwas ausdrücklich zulässt – was ich aber nicht vermute.

Zu c) Soll ein Vorstandsmitglied ausgeschlossen werden, gelten nicht die gleichen Bedingungen wie für "normale" Mitglieder. Es müssen bestimmte Vorschriften beachtet werden. Nach der gültigen Rechtsprechung des BGH kann ein Vorstandsmitglied nur durch das Organ ausgeschlossen werden, das auch für die Bestellung (Wahl) zuständig ist.
Da in den meisten Vereinen Ausschlussverfahren durch den Vorstand eingeleitet werden, verliert das betreffende Vorstandsmitglied dadurch allerdings nicht auch sein Vorstandsamt, sondern erst, wenn das zuständige Organ (normalerweise die Mitgliederversammlung) zusätzlich den Widerruf der Vorstandsbestellung (Abwahl) vorgenommen hat. Damit wird verhindert, dass der Restvorstand unbequeme Vorstandsmitglieder quasi "durch die Hintertür" loswird.

H. Baumann
www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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