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Fragen & Antworten

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Wechsel Steuerbüro

gefragt von Josefine
am 26.01.2014
um 17:06 Uhr
Sehr geehrter Herr Baumann,

der Verein lässt satzungsgemäß Lohnbuchhaltung und Jahresabschluss/Steuererklärung vom Steuerbüro machen. Die Finanzbuchhaltung habe ich selbst gemacht, vor meinem Amtsantritt 2006 war sie ebenfalls im Steuerbüro.
Als Kassenwart gehör(t)e ich mit 1. und 2. Vorsitzenden zum geschäftsführenden Vorstand.

Ich habe am 18.6.2013 mein Amt als Kassenwart niedergelegt zum 30.6.2013.
Mit dem Steuerbüro hatte ich ausgemacht, dass am 2.7.2013 im Steuerbüro eine Besprechung mit der Übergabe der Buchhaltung, dem Quartalsabschluss und der weiteren Vorgehensweise stattfindet. Dies hatte ich dem gesamten Vorstand auch schriftlich mitgeteilt. Es war mein Interesse an einem "sauberen Schnitt".
Meine Rücktrittserklärung wurde vom geschäftsführenden Vorstand auch angenommen.
Ich bin zurückgetreten, weil ich aus gesundheitlichen Gründen nach sieben Jahren nicht mehr die Kraft hatte, gegen die 1. Vorsitzende zu kämpfen, dass sie mich mein Amt ausüben lässt.

Am 28.6.2013 erschienen 1. und 2. Vorsitzender bei mir, teilten mir mit, dass sie das Steuerbüro gewechselt hätten und erzwangen die Herausgabe aller Unterlagen. (Übergabeprotokolle wurden gemacht.)
Ich war gesundheitlich nicht in der Lage, dagegen vorzugehen, bin aber der Meinung, dass hier gegen die Satzung verstoßen wurde:

"Der geschäftsführende Vorstand legt die Richtlinien der Arbeit des Vereines fest. Er fällt zwischen den Vorstandssitzungen notwendige und wichtige Beschlüsse, die keinen Aufschub dulden. Beschlüsse des geschäftsführenden Vorstandes sind dem Vorstand in seiner nächsten Sitzung vorzulegen."

Da ich am 28.6. noch im Amt war, hätte man mich in diese Entscheidung einbeziehen müssen.
Ich bin der Meinung, dass die 1. Vorsitzende ihren persönlichen Hass auf mich hätte zurückstellen müssen und eine geordnete Übergabe hätte zulassen müssen.

Ich weiß, dass den anderen Vorstandsmitgliedern dieser Beschluss auch vorenthalten wurde.

Da bald die nächste Mitgliederversammlung stattfindet, habe ich folgende Satzungsänderung eingereicht:

Ergänzung des § x der Satzung:

„Der Vorstand beauftragt eine Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mit der Lohn- und Gehaltsbuchführung, der Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärung.“

durch die Formulierung:

„Der Wechsel des Steuerbüros ist erst nach Abschluss einer Abrechnungsperiode zulässig, außer bei nachgewiesener grober Pflichtverletzung des Vertragspartners. Hierzu ist mindestens ein mehrheitlicher Beschluss des geschäftsführenden Vorstandes erforderlich.“

und

Ergänzung des § x Abs. 7 der Satzung:

„7. Der/Die Kassenwart/in führt die Kasse sowie die Vereinskonten, zu denen er/sie sowie der/die 1. und 2. Vorsitzende unterschriftsberechtigt sind. Er/sie besorgt die laufende Finanzbuchhaltung und übergibt sie für den Jahresabschluss an einen Wirtschaftsprüfer/ein Steuerbüro.“

durch die Formulierung:

„Bei einem Wechsel des Steuerbüros ist der Kassenwart als Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes und zuständiger Ansprechpartner vor dem Wechsel zu informieren. Er darf sein Stimmrecht an der Beschlussfassung lt. § 7 Nr. 3 wahrnehmen außer bei grober Pflichtverletzung.“


Begründung:
Zukünftig zu wählende Kassenwarte sollen als gleichwertige Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes ein Mitspracherecht beim Wechsel des Steuerbüros bekommen.
Die laufende Finanzbuchführung soll dem Kassenwart nur bei grober Pflichtverletzung entzogen werden dürfen. Diese muss nachgewiesen werden und Maßnahmen entsprechend § 7 Nr. 14 ergriffen worden sein.

Wenn ich das durchkriege, sollte so etwas doch künftig nicht mehr möglich sein? Es geht ja nicht mehr um mich, sondern um die, die nach mir kommen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 27.01.2014
um 15:38 Uhr
Obwohl Sie noch zwei Tage im Amt gewesen wären, sollten Sie es alles so lassen, wie es jetzt ist - schon wegen Ihrer Gesundheit. Wichtig ist nur, dass Sie ein aussagefähiges Übergabeprotokoll haben, das belegt, dass Sie die Unterlagen vollständig und ordnungsgemäß übergeben haben.

Ob der Wechsel des Steuerbüros ein Satzungsverstoß ist, kann ich nicht einschätzen. Auch möchte ich keinen Kommentar zu Ihren Satzungsvorschlägen abgeben, da sicher jeweils beide Varianten machbar sind, letztendlich aber die Mitgliederversammlung entscheidet, welche genommen werden.

H. Baumann
www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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