Wenn Mitglieder es wissen wollen: In diesen Fällen müssen Sie Auskunft erteilen

Oftmals taucht im Vorfeld und auch außerhalb einer Mitgliederversammlung die Frage auf, inwieweit der Vorstand einem Mitglied gegenüber auskunftspflichtig ist.

Grundsätzlich gilt: Außerhalb der Mitgliederversammlung müssen Sie ein solches Auskunftsbegehren nur dann anerkennen, wenn das Mitglied ein wirklich berechtigtes Interesse geltend machen kann! Dies ist z. B. dann der Fall, wenn nach § 37 BGB ein Mehrheitsbegehren auf Einberufung der Mitgliederversammlung gestellt werden soll – sprich: wenn die Mitglieder eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen möchten. Dazu muss das beantragende Mitglied die Mitgliederzahl erfahren. Sonst kann es die Einberufungsquote nicht feststellen.

Das Auskunftsrecht kann im Einzelfall auch das Recht einschließen, Einsicht in Bücher und Schriften des Vereins zu erhalten. Begrenzt wird der Auskunftsanspruch allerdings durch das so genannte Schikaneverbot. Wenn also das Interesse eines Mitglieds so unbedeutend ist, dass es in keinem angemessenen Verhältnis zum Aufwand für den Verein steht, muss der Verein keine Auskunft erteilen.

Ebenso braucht der Verein keine Auskunft zu erteilen, wenn die Gefahr besteht, dass die dem Mitglied benannten Informationen zweckwidrig verwendet werden und dadurch z. B. ein Missbrauch denkbar wäre. Gleiches gilt, wenn ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz zu befürchten ist. Begründen Sie Ihre Ablehnung entsprechend – und lassen Sie das Mitglied im Zweifelsfall den Gegenbeweis antreten, dass ein solcher Missbrauch nicht zu erwarten ist.

 

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