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Hätten Sie das zur aktuellen Ehrenamtspauschale gewusst?

Vereinsrecht aktuell

Karnevals- und Faschingsvereine hatten in den letzten Tagen ein volles Programm. Und hoffentlich sind alle Veranstaltungen dank zahlreicher Helfer auch ohne Unfälle vonstattengegangen.
 
Eine Frage, die sich im Zusammenhang mit diesen ehrenamtlichen Helfern immer wieder stellt, ist: Dürfen diese Helfer eigentlich auch von der Ehrenamtspauschale profitieren - oder nicht? Hier die Antwort:
Die Ehrenamtspauschale ist ein steuerlicher Freibetrag, die ein gemeinnütziger Verein seinen nebenberuflich ehrenamtlich Tätigen gewähren kann. 

Zu den ehrenamtlich Tätigen gehören die Vorstandsmitglieder ebenso wie die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die sich im gemeinnützigen Bereich des Vereins einsetzen. 720 Euro im Jahr sind maximal drin.
 
Begünstigt durch die Ehrenamtspauschale sind sämtliche Tätigkeiten im

  • gemeinnützigen,
  • mildtätigen und
  • kirchlichen Bereich.

Achtung:
Anders als bei der Übungsleiterpauschale gibt es bei der Ehrenamtspauschale keine Begrenzung auf bestimmte Tätigkeiten, zum Beispiel auf übungsleitende, ausbildende, erzieherische, betreuende oder künstlerische Tätigkeiten oder die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen.
 
Begünstigt sind demnach zum Beispiel die

  • Tätigkeiten der Vorstandsmitglieder,
  • des Kassierers,
  • der Bürokräfte,
  • des Reinigungspersonals,
  • des Platzwartes,
  • des Aufsichtspersonals,
  • der Betreuer und Assistenzbetreuer im Sinne des Betreuungsrechts.

Wichtig aber ist:
 
Begünstigt sind ausschließlich Tätigkeiten im gemeinnützigen Bereich Ihres Vereins. Dazu zählen der ideelle Bereich und der Zweckbetrieb. Diesen Fallstrick müssen Sie als Vereinsvorsitzender kennen – und unbedingt umgehen.
 

  Ideeller Bereich   Zweckbetrieb
 Zu diesem Bereich gehören die Tätigkeiten,  die unmittelbar zur Erfüllung der  satzungemäßen Zwecke ausgeübt werden.  Zu diesem Bereich zählen Tätigkeiten,      die durch wirtschaftliches Handeln  geprägt sind, aber der Erfüllung  der satzungsgemäßen Zwecke dienen.
 
  Beispiele:
 
  • ehrenamtliche Vorstandstätigkeit
  • Trainer der Jugendmannschaft
  • Platzwart
  • Zeugwart usw.
 
 
  Beispiele:
 
  • Kassierer im Museumsshop
  • Durchführung von Krankentransporten usw.
 

 
Das heißt im Fazit also:
Immer dann, wenn es um die Erfüllung der satzungsgemäßen Zwecke geht, können gemeinnützige Vereine ihre ehrenamtlichen Helfer via Ehrenamtspauschale ein Taschengeld als Dankeschön zukommen lassen. Wichtig: Der Vorstand muss hierüber einen entsprechenden Beschluss fassen, schließlich muss dokumentiert werden (Protokoll), wer warum bedacht wird.

 

Möchten Sie mehr zum Thema „Ehrenamtspauschale erfahren? Dann klicken Sie hier und testen Sie „Schatzmeister aktuell“ 30 Tage kostenlos!

 
 
 
 
 
 
 
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