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Wie in aller Welt bringen wir das im Kassenbericht unseres Vereins unter?

Vereinsrecht aktuell

Ein Leser wollte Folgendes wissen:

Wir planen im kommenden Jahr den Aufbau eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs. Wir möchten auf dem Vereinsgelände eine Art Biergarten mit Grillspezialitäten einrichten. Das erfordert natürlich einige kostspielige Investitionen. Können wir diese Ausgaben aus dem laufenden Vereinshaushalt tätigen – und wie gehören die Kosten der Planung, die jetzt schon entstanden sind, in die Buchhaltung und in den Kassenbericht?
 
Die Antwort: Wenn Sie mit „laufenden Vereinshaushalt“ Einnahmen aus anderen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben des Vereins meinen, so ist dies möglich. Doch hier kommt das Aber:
 
Möchten Sie den neuen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb allerdings aus den Einnahmen im ideellen Bereich tun, so geht dies nicht. Die Einnahmen im ideellen Bereich stellen zeitnah zu verwendende Mittel dar, die hierfür nicht angetastet werden.
 
Diese Lösung gibt es
Grundsätzlich kann ein gemeinnütziger Verein/Verband sein Vermögen einschließlich der freien Rücklagen für die Errichtung eines steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs einsetzen – eben außer mit den zeitnah zu verwendenden Mitteln (§ 55 Abs. 1 Nr. 5 Abgabenordnung). Heißt im Klartext:
 
Nehmen Sie die Mittel nicht aus den laufenden Einnahmen, sondern aus dem angesparten Vermögen und den gebildeten Rücklagen. Entsprechend stellen Sie dies in der Buchführung und im Kassenbericht dar („Haben wir aus den freien Rücklagen xx Euro zum Aufbau des… entnommen.- Damit betragen die Rücklagen zum 31.12.2016 noch … Euro).

 
 
 
 
 
 
 
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