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Beendigung der Mitgliedschaft

Vereinswissen aktuell

Die Mitgliedschaft im Verein endet durch den Austritt, den Ausschluss des Mitglieds, oder durch die Auflösung des Vereins

  • Austritt des Mitglieds Beim Austritt handelt es sich um eine zugangsbedürftige Erklärung des Mitglieds, die in der Satzung zwingend geregelt werden muss. Wenn dort nichts anderes geregelt ist, reicht es, dass die Austrittserklärung einem Vorstandsmitglied ausgehändigt bzw. zugeschickt wird. Der Austritt kann durch die Satzung nicht ausgeschlossen werden; er darf auch nicht davon abhängig gemacht werden, dass das Mitglied Gründe für den Austritt nennt.
  • Ausschluss des Mitglieds Der Ausschluss des Mitglieds ist die schwerste Form der Vereinsstrafe. Eine gesetzliche Regelung über den Ausschluss gibt es nicht. Praktisch jede Satzung enthält aber entsprechende Bestimmungen. Notwendig sind Regelungen über die Voraussetzungen für einen Ausschluss, über das zuständige Vereinsorgan (in der Regel der Vorstand) und über das bei einem Ausschluss einzuhaltende Verfahren. Der Ausschluss aus dem Verein wird mit der Bekanntgabe an das betroffene Mitglied wirksam.
  • Streichung der Mitgliedschaft Hierbei handelt es sich um ein vereinfachtes und abgekürztes Ausschließungsverfahren. Die Satzung muss Angaben zu den Voraussetzungen, zum zuständigen Vereinsorgan und zum Verfahren enthalten. Die Streichung der Mitgliedschaft kommt insbesondere dann in Betracht, wenn das betroffene Mitglied ersichtlich jedes Interesse an der Mitgliedschaft im Verein verloren hat und auch seinen Verpflichtungen als Mitglied nicht mehr nachkommt. Typischer Fall für die Streichung der Mitgliedschaft: Trotz wiederholter Mahnungen zahlt das Mitglied keine Beiträge.
  • Automatisches Erlöschen der Mitgliedschaft Auch hierbei handelt es sich um eine sehr viel Zeit, Arbeit und Kosten sparende Form der Beendigung der Mitgliedschaft. In Betracht kommt sie nur, wenn sie in der Satzung geregelt ist. Das gilt insbesondere für die Beendigungstatbestände. Diese müssen eindeutig und unmissverständlich formuliert sein. Beispiel: Aufgabe eines Berufs (wenn der Beruf Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist), Verlegung des Wohnsitzes (wenn ein bestimmter Wohnort Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist).
  • Tod des Mitglieds Die Mitgliedschaft ist nicht vererblich. Daher treten die Erben nicht in die Rechtsstellung eines verstorbenen Mitglieds ein.
  • Sonstige Beendigungsgründe In Betracht kommt die Auflösung des Vereins oder die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. In beiden Fällen ist die Mitgliedschaft aber erst beim Erlöschen des Vereins beendet. Maßgeblicher Zeitpunkt sind also die Beendigung der Liquidation (Auflösung des Vereins) bzw. die vollständige Vermögensverteilung (Insolvenzverfahren).

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