Superbanner
 
 
 

Umlagen

Vereinswissen aktuell

Umlagen dienen dazu, einen in der Regel einmaligen zusätzlichen Finanzbedarf des Vereins zu befriedigen.

Ein klassischer Fall ist die Finanzierung eines größeren oder großen Projekts, wie beispielsweise der Bau eines Vereinsheims.

Hinzu kommt: Oftmals werden Zuschüsse der öffentlichen Hand davon abhängig gemacht, dass sich der Verein in einem bestimmten Umfang selbst an den Investitionskosten beteiligt. Auch diese Voraussetzung für den Zuschuss ist meist nur dadurch zu erfüllen, dass die Mitglieder eine Umlage leisten.
Die Mitglieder müssen wissen, welche Beitragspflichten auf sie zukommen (können). Deshalb muss bereits die Satzung unmissverständlich regeln, ob zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag noch weitere Leistungen anfallen (können). Die Einzelheiten können dann in der Beitragsordnung geregelt werden.

Achtung: Ist in der Satzung lediglich geregelt, dass die Mitglieder periodisch wiederkehrende Leistungen zu erbringen haben, bietet sie keine Ermächtigungsgrundlage für den Beschluss einer Umlage bzw. für entsprechende Regelungen in der Beitragsordnung.

Erforderlich ist, dass die Satzung eine Bestimmung enthält, wonach die Erhebung einer Umlage und die Festlegung der Höhe der Mitgliederversammlung übertragen bzw. in einer von der Mitgliederversammlung beschlossenen Beitragsordnung geregelt wird.

Es ist nicht vorhersehbar, ob eine Umlage erforderlich wird.

 

Deshalb lassen sich die Einzelheiten verständlicherweise auch (noch) nicht in der Beitragsordnung regeln. In Betracht kommt allenfalls eine Klausel, wonach die Mitgliederversammlung über die Notwendigkeit, Höhe und Fälligkeit von Umlagen entscheidet. Damit überhaupt Umlagen von den Mitgliedern verlangt werden können, muss jener Passus, bereits in der Satzung stehen.

Achtung:
Um die Umlage „durchzubekommen“, ist es erforderlich, die Mitglieder von Anfang an umfassend zu informieren. Dass eine Umlage notwendig werden kann, um die Finanzierung eines größeren Vorhabens unter Dach und Fach zu bekommen, ist in der Regel von vornherein abzusehen.

Praxis-Tipp:
Sorgen Sie als Vereinsvorsitzender für größtmögliche Transparenz, sobald mit den Planungen begonnen wird. Dazu gehören realistische Kostenschätzungen und Erläuterungen, wie die Kosten nach Auffassung des Vorstands aufgebracht werden können/sollen. Darstellungen über die Entwicklung des Vorhabens gehören in jeden Geschäftsbericht des Vorstands.
Darüber hinaus bietet es sich an, in der Vereinszeitung fortlaufend über das Projekt zu berichten. Das gilt erst recht im Vorfeld einer Mitgliederversammlung, auf der über die Festlegung einer Umlage entschieden werden soll.

Möchten Sie mehr zu dem Thema erfahren? Dann klicken Sie hier und testen Sie  „Schatzmeister aktuell“ 30 Tage kostenlos!

 
 
 
 
 
 
 
Wide Skyscraper
Full Banner