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Fragen & Antworten

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Haftung Vorstand und Mitglieder

gefragt von traeumer
am 10.08.2011
um 08:25 Uhr
Der Verein (Hundesport) muss sein Dach des Vereinshauses sanieren (alte Eternitplatten/Sondermüll)! Geplant ist in diesem Zusammenhang die Installation einer Photovoltaikanlage. Errechneter Stromertrag (85%) würde die Darlehnskosten abdecken! Hausbank würde dieses Vorhaben finanzieren! Wenn die Mitglieder bei der außerodentlichen Versammlung diesem Projekt zustimmen, kann dieses sofort in Angriff genommen werden. Wie sieht es hierbei nun mit der Haftung aus, wenn der "Stromertrag" die mtl. Darlehnskosten nicht abdeckt, mtl. Einnahmen die lfd. Kosten gerade so abdecken und somit keine zusätzlichen Geldmittel für das Darlehn zur Verfügung stehen? Haftet hier nur die Vorstandschaft oder auch die Mitglieder mit ihren privaten Vermögen?
MfG W.T.

Antworten & Kommentare

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Antwort von mouche
am 11.08.2011
um 10:27 Uhr
Hallo Traeumer,
Allgemein kann man folgendes zu Ihrer Frage sagen:
Für die Verbindlichkeiten eines rechtsfähigen Vereins haftet grundsätzlich nur das Vereinsvermögen. Aus einer bloßen Vereinsmitgliedschaft ergibt sich daher für das einzelne Vereinsmitglied keinerlei Haftungsrisiko. In Ihrem Fall: schließt der Verein einen Darlehensvertrag mit einer Bank ab, um eine Photovoltaikanlage zu errichten, so wird aus diesem Vertrag nur und ausschließlich der Verein, nicht jedoch die Vereinsmitglieder persönlich verpflichtet. Es gibt keinerlei nachlaufende, quasi subsidiäre Haftung der Vereinsmitglieder für den Fall, dass der Verein die Raten nicht bezahlen kann. Die Ausnahme eines Haftungsdurchgriffs kommt bei Ihnen nicht infrage. Also platt ausgedrückt:ein Vereinsmitglied haftet nicht für die Schulden des Vereins.
Für die Haftung des Vorstandes gilt §31a des BGB Haftung von Vorstandsmitgliedern
(1) Ein Vorstand, der unentgeltlich tätig ist oder für seine Tätigkeit eine Vergütung erhält, die 500 Euro jährlich nicht übersteigt, haftet dem Verein für einen in Wahrnehmung seiner Vorstandspflichten verursachten Schaden nur bei Vorliegen von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
(2) Ist ein Vorstand nach Absatz 1 Satz 1 einem anderen zum Ersatz eines in Wahrnehmung seiner Vorstandspflichten verursachten Schadens verpflichtet, so kann er vom Verein die Befreiung von der Verbindlichkeit verlangen.
Sie sehen, Sie sind eigentlich mit Ihrem Bemühen um eine Photovoltaikanlage auf der sicheren Seite.
Und ich kann Ihnen aus meiner Erfahrung als Vereinsvorsitzender sagen, wir haben auf unserem Gebäude auch eine solche Anlage und wärmen damit das Wasser in unseren Schwimmbecken. Es funktioniert Spitze und spart unheimlich viel Geld.
Gruß
mouche
 
 
 
 
 

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