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Kann Wohnanschrift eines Vorstandes "geheim" bleiben - 09.11.2017

gefragt von bolivien
am 09.11.2017
um 00:01 Uhr
Kann vermieden werden, dass über die Einsicht in das Vereinsregister (welche ja auch die dort eingereichten Dokumente und damit auch die Anmeldung zur Eintragungsänderung nach Änderungen hinsichtlich der Vorstandschaft umfasst) die private Wohnanschrift eines Vorstandsmitglieds ermittelt werden kann?
Hat also jemand z.B. schon Erfahrungen gemacht, ob die Angabe von Dienstanschriften o.ä. als ausreichend erachtet wurde?

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Antwort von hbaumann
am 09.11.2017
um 07:04 Uhr
Vorstandsmitglieder, die in das Vereinsregister eingetragen werden, müssen dort auch eine sog. ladungsfähige Anschrift angeben. Also eine Adresse, unter der sie regelmäßig erreichbar sind. Ohne Angabe einer solchen Adresse erfolgt keine Eintragung. Darauf achtet allerdings bereits der Notar, der die Unterschriften beglaubigen muss. Da beim Notar immer die Adresse erfasst wird, die im Ausweis steht, ist es eher unwahrscheinlich, dass das Amtsgericht auch eine Dienstadresse akzeptiert.

Wenn man sich also in den Vereinsvorstand wählen lässt, muss man auch damit leben, dass die Privatadresse erfasst wird und auch vom Amtsgericht verwendet werden darf - z.B. falls ein Gläubiger Schadenersatzansprüche gegen ein bestimmtes Vorstandsmitglied geltend machen will.

Zu empfehlen ist auch folgende Publikation des Verlages:
http://lp.vereinswelt.de/sb/vnl/verein_vorstand_aktuell.php?sid=979822
Kunden des Verlages können sich mit Ihren Anfragen direkt an den Vereins-Service wenden und erhalten eine kompetente Antwort: redaktion@vereinswelt.de

H. Baumann
 
 
 
 
 

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