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Fragen & Antworten

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MUSS ich das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung unterschreiben?

gefragt von cs1711
am 06.01.2013
um 16:13 Uhr
Hallo,

von der letzten Jahreshauptversammlung wurde ordnungsgemäß Protokoll geführt. Im Nachgang zur JHV hat der Protokollführer das Protokoll erstellt und dem Vorstand (ich war seinerzeit einer der Vorstände, aber nicht der Vorsitzende) zur Verfügung gestellt. Dabei stellte sich heraus, dass wir (Vorstand) mit dem Protokoll bzw. den Formulierungen des Protokolls so nicht einverstanden sind. Der Protokollführer hat unsere Hinweise allerdings nicht aufgegriffen, sondern besteht auf seine Formulierungen im Protokoll. Ist ja zunächst (vermutlich) auch sein gutes Recht. Es wurde vereinbart, das Protokoll auf der kommenden Jahreshauptversammlung (die nun ansteht) zu verlesen und die Mitglieder entscheiden zu lassen. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich inzwischen der 1. Vors. geworden bin.

Es könnte nun passieren, dass die Mitglieder (u.U. andere, als auf der letzten JHV anwesend waren) zu dem Protokoll sagen "ja, alles gut so.", während ich bei meiner Meinung bleibe "so unterschreibe ich das nicht, weil ich die JHV nicht korrekt wiedergegeben sehe". Was dann?

Viele Grüße

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 07.01.2013
um 16:33 Uhr
Zuerst einmal sollten Sie prüfen, wer lt. Ihrer Satzung die Protokolle von der MV zu unterschreiben hat. Normalerweise der Vorsitzende und der Schriftführer/Protokollführer.

Solange der Vorsitzende das Protokoll also noch nicht unterschrieben hat, ist es nicht verabschiedet und noch nicht gültig.

Um "die Kuh vom Eis zu bekommen", wie man so schön sagt, sollten Sie vor der geplanten MV unbedingt noch eine Vorstandssitzung einberufen und in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Protokollführer die Differenzen ausdiskutieren.
Falls das nicht mehr klappt, müssen Sie auf dieser MV Ihre Argumente gegen die aktuelle Fassung vorbringen und hoffen, dass die Mitglieder dem folgen. Aber auch, wenn gegen Sie entschieden werden sollte, können Sie sich weigern, es zu unterschreiben. Sie sollten das sogar in dem neuen Protokoll aktenkundig machen lassen. Das ist dann z.B. sehr wichtig, falls sich aus falsch interpretierten Beschlüssen Haftungsfragen ergeben sollten.

H. Baumann
kontakt@vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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