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Fragen & Antworten

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Zuwendungen Geburtstag ect.

gefragt von Tom
am 13.04.2013
um 11:54 Uhr
In unserem Verein werden Vereinsmitglieder bei Geburtstagen ab 70 Jahre mit einer Karte und eine kleinen Aufmerksamkeit bedacht. Weiterhin gewähren wir Aufmerksamkeiten zur Kommunion/Konfirmation, Geburt, Todesfall, Heirat usw.
Dies gilt auch in etwas abgeänderter Form für Nichtvereinsmitglieder aus dem Dorf.
Bisher entscheidet der Vorstand selbst hierüber, wobei wir im Vorstand eine Regelung getroffen haben.
Macht es Sinn hier eine "Ehrenordnung" zu entwickeln und diese der MV zu Genehmigung vorzulegen.
Ich habe zudem auch vor langjährige Vorstandsmitglieder, bzw. Vereinsmitglieder in Form von Ehrenvorstand/-mitglied zu ehren.

Antworten & Kommentare

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Antwort von hbaumann
am 14.04.2013
um 08:09 Uhr
Eine Ehrenordnung kann nie verkehrt sein, da man dann immer den gleichen Maßstab für Ehrungen anlegen kann/muss und es fühlt sich keiner benachteiligt. So lange die kleinen Geschenke den Gesamtbetrag von 40 Euro pro Jahr nicht überschreiten, ist dagegen nichts einzuwenden. Bei besonderen persönlichen Jubiläen kann er sogar zweimal im Jahr gewährt werden.

Problematisch wird das Ganze allerdings, wenn Sie Nichtmitglieder ebenfalls mit Aufmerksamkeiten bedenken. Es ist sicher nicht Satzungsziel des Vereins, Dorfbewohnern zur Geburt ihres Kindes Präsente zu überreichen. Da sollten Sie also sehr vorsichtig sein, weil ansonsten der Verein seine Gemeinnützigkeit verlieren könnte.

Ausnahmen davon sind kleine Ehrengeschenke, wenn z.B. der Bürgermeister einen runden Geburtstag feiert oder ein Nachbarverein ein Jubiläum hat.

Wenn Sie den Status der Ehrenmitglieder einführen wollen, muss es dafür eine Satzungsgrundlage geben.

H. Baumann
Kontakt über: www.vorstandswissen.de
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Antwort von Tom
am 15.04.2013
um 08:11 Uhr
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Im Vereinszweck unserer Satzung heißt es unter anderem:
"Der Zweck des Vereins ist die Aufrechterhaltung und Förderung des örtlichen Brauchtums, die Erhaltung und Verschönerung des Ortsteiles ... und die Förderung sozialer Kontakte innerhalb der Bevölkerung des Ortes, sowie die Pflege des Kulturgutes und Kulturaustausches."
Ist es hierdurch möglich Dorfbewohnern die nicht Vereinsmitglied sind z.B. bei Geburt eines Kindes eine kleine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen?
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Antwort von hbaumann
am 15.04.2013
um 14:51 Uhr
Es soll jetzt nicht ironisch klingen, aber erklären Sie mir doch bitte einmal, was die Geburt eines Kindes, die Konfirmation o.ä. mit örtlichem Brauchtum zu tun hat? Ich sage einfach einmal – nichts! Und ich denke, so wird das auch das Finanzamt sehen, wenn es über Ihre Gemeinnützigkeit befinden soll. Etwas anderes würde mich sehr wundern.

Wenn man Brauchtum fördert, dann fördert man die Sache und nicht Personen im Privatbereich. Die Unterstützung einer Trachtengruppe für eine Veranstaltung, die Aufführung eines Theaterstücks mit historischem Hintergrund oder auch die Erhaltung bestimmter handwerklicher Fähigkeiten zählen z.B. zweifellos dazu. Leider ist aus Ihrem Satzungsauszug nicht zu erkennen, wie Sie den genannten Vereinszweck, der ja in Ihrer Frage sehr allgemein dargestellt ist, verwirklichen wollen – also durch welche konkreten Projekte.

Aber auch "die Förderung sozialer Kontakte innerhalb der Bevölkerung" wird doch nicht dadurch unterstützt, dass man jungen Eltern für die Geburt ihres Kindes ein Geschenk übergibt. Es sei denn, die Eltern verbessern dadurch ihre sozialen Kontakte untereinander erheblich und bekommen im Resultat dessen beim nächsten Mal Zwillinge… (War natürlich nur ein Scherz!).

Sofern also Ihr Finanzamt nicht auf beiden Augen blind ist oder Ihr Verein keinen Wert auf die Gemeinnützigkeit legt und Steuern bezahlen will, kann er natürlich solche Aktivitäten durchführen.

H. Baumann
Kontakt über: www.vorstandswissen.de
 
 
 
 
 

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