Den Internetauftritt eines Vereins via Social Media planen

Ein eigener Internetauftritt ist mittlerweile auch für Vereine ein Muss. Denn viele Menschen sind heutzutage auf sozialen Medien vertreten und nutzen das Internet als erste Anlaufstelle, um Informationen zu erhalten. Gerade hier sind aber zahlreiche Punkte zu beachten, die Haftungsgefahren bergen. Das fängt schon bei der Gestaltung Ihrer Homepage an.

So sichern Sie Ihren Internetauftritt als Verein ab

Hierbei müssen Sie zum Beispiel darauf achten, dass sowohl die Texte als auch die Bilder nicht durch fremde Urheberrechte geschützt sind. Ist dies der Fall, dürfen Sie die Texte oder Bilder nicht nutzen. Es droht eine Abmahnung, die sehr teuer werden kann. Neben den Kosten für den Anwalt, den der Rechteinhaber beauftragt hat, werden auch Schadenersatzansprüche fällig, die den Rechteinhaber für die unberechtigte Nutzung seines „Werkes“ entschädigen sollen. Wenn der Verein auch einen Anwalt beauftragt, um die Ansprüche abzuwehren, werden hier weitere Kosten fällig. Es können so schnell mehrere Tausend Euro an Kosten entstehen.

TIPP: Nutzen Sie Fotodatenbanken wie „Fotolia“, „Pixabay“ oder „Pixelio“ für die Gestaltung Ihrer Homepage. Aber auch hier müssen Sie an die Quellenangabe denken, da sonst eine Abmahnung drohen kann.

Auf Persönlichkeitsrechte beim Internetauftritt achten

Achten Sie auch darauf, dass Sie mit Ihrem Internetauftritt keine Persönlichkeitsrechte verletzen. Dies kann passieren, wenn Sie Fotos von Vereinsmitgliedern oder Gästen auf Ihrer Seite aufnehmen, ohne dass Sie eine Einwilligung hierzu haben.

TIPP: Fragen Sie vor der Aufnahme, ob die Menschen mit einer Veröffentlichung auf der Homepage einverstanden sind. Schlussendlich müssen die Angaben im Impressum sowie die Angaben zu Ihrem Verein (Angabe des Vereinsregisters, des Vorstands, Kontaktdaten) aktuell und korrekt sein.

Im Zweifel Rat einholen

Ein rechtssicherer Internetauftritt wird angesichts der bestehenden gesetzlichen Regelungen und der urheberrechtlichen Schranken immer schwieriger, sodass hier eine rechtliche Beratung und Prüfung nahezu alternativlos erscheint.

Den Verein in der Öffentlichkeit präsentieren

Sie wundern sich, weil Ihr Verein in der Öffentlichkeit nicht mehr richtig ankommt? Und das, obwohl der Pressewart regelmäßig Pressemitteilungen an die Medien schickt? In Online-Netzwerken herrschen meistens zwanglose Umgangsformen, eine Pressemitteilung im Stil eines trockenen Zeitungsartikels wirkt schnell steif und gestelzt.

Als Vereinsprofi wissen Sie aber, dass Mitgliederwerbung, Sponsoren- und Spendersuche ohne Öffentlichkeitsarbeit werden nicht gelingen. Aus diesem Grund ist es an der Zeit für moderne Marketingmaßnahmen. Führen Sie ein Update Ihrer Öffentlichkeitsarbeit durch. Nutzen Sie die Kraft der Jugend und bringen Sie Ihre Kommunikation auf ein modernes Level. So sprechen Sie alle Menschen besser an, die mit den digitalen Medien aufgewachsen sind, und meist auch die Menschen über 40 Jahre, für die diese Kanäle ein Bestandteil des Alltags sind.

Möchten Sie eine gezielte Analyse der Qualität der Kommunikationsmittel und Öffentlichkeitsarbeit Ihres Vereins durchführen, so sollten Sie das auf keinen Fall selbst tun! Denn Sie, Ihre Vorstandskollegen sowie langjährige Vereinsmitglieder tragen schon die Vereinsbrille. Binden Sie also von Anfang an die Jugend in die Bestandsaufnahme der Öffentlichkeitsarbeit ein.

Aktion „Medialer Hilferuf“

Schon die Tatsache, dass Sie eine solche Bestandsaufnahme durchführen, können Sie für Ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen, indem Sie das Ganze als große Marketing-Kampagne aufziehen. Das heißt: Setzen Sie sich mit den Ihnen bekannten Medienvertretern zusammen und bieten Sie ihnen folgende „Geschichte“ an: Sie als Vorsitzender haben erkannt, dass der Verein nicht mehr zeitgemäß kommuniziert. Deswegen möchten Sie die Jugend einbinden und zu einer ungewöhnlichen Aktion aufrufen, der Aktion „Medialer Hilferuf “.

Im ersten Schritt dieses Projekts veröffentlichen Sie eine Anzeige in den bekannten Medien Ihres Ortes. Der Inhalt könnte etwa wie folgt lauten:

MUSTERFORMULIERUNG

Hilfe, uns drohen die Bedeutungslosigkeit und das Ende! Wir, der Verein … (Vereinsname), werden einfach nicht mehr angemessen in der Öffentlichkeit wahrgenommen! Gut, wir twittern nicht, produzieren keine hippen Videos und haben auch keine Facebook-Seite. Aber wir wissen, dass da mehr geht. Wir schreiben uns mit unseren Enkeln über WhatsApp und sprechen mit Freunden im Ausland über Skype.

Deswegen suchen wir euch für ein Update! Welche Jugendlichen bringen uns bei der Öffentlichkeitsarbeit auf den Stand der Dinge? Wir brauchen engagierten Nachwuchs, der uns zeigt, wie man als Organisation zeitgemäß kommuniziert. Meldet Euch bei uns. Das geht sogar schon per E-Mail an … (E-Mail-Adresse).

Diese Anzeige ist der erste Teil Ihrer Öffentlichkeitskampagne. Vielleicht sind die Chancen, dass sich jemand nur aufgrund dieser Anzeige bei Ihnen meldet, nicht so hoch. Aber wenn die Medien diese Anzeige als Geschichte begleiten, ist Ihnen die volle Aufmerksamkeit gewiss. Bieten Sie den Redakteuren an, Sie auf Ihrer Suche nach jugendlichen Helfern zu begleiten: von der Anzeige über das Treffen mit den ersten Interessenten bis hin zur späteren Umsetzung der Maßnahmen.

Notieren Sie, wie oft über Ihren Verein in den sozialen Medien, Zeitungen oder im Radio berichtet wird. Dies gibt Ihnen Hinweise dazu, wie gut Ihre Medienarbeit ist.

Das hat einen doppelten Nutzen:

Erstens wird Ihr Verein durch die Medien dank einer außergewöhnlichen Aktion begleitet. Und zweitens haben Sie die große Chance, junge Menschen für den Verein zu gewinnen, die sonst niemals den Zugang zu Ihnen gefunden hätten.

Sorgen Sie dafür, dass Sie diese wertvollen Personen dauerhaft an den Verein binden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie im Rahmen dieser Kampagne viele weitere Mitglieder gewinnen, weil die sich für Ihre Öffentlichkeitsarbeit und vor allem für Ihre Aufgeschlossenheit gegenüber dem Nachwuchs begeistern, und natürlich auch, weil eine moderne Kommunikation per Internet und Social Media eine enorm große Reichweite hat.

So modernisieren Sie Ihre Öffentlichkeitsarbeit mit Facebook, Twitter & Co.

Lassen Sie sich von den jungen Menschen zeigen, wo Ihr Verein Schwächen hat. Fragen Sie:

  • Wie wäre es mit einer Facebook-Seite?
  • Welche Aktionen bieten Potenzial für einen Image-Film?
  • Was für Neuigkeiten können Sie twittern?
  • Welche Schwächen hat Ihre Homepage?

Gewähren Sie dem Nachwuchs die Möglichkeit, diese Arbeit zu übernehmen und Ihnen einen modernen Auftritt zu verpassen.

Sie werden sehen, wenn Ihr Verein erst einmal bei Facebook, Twitter & Co. unterwegs ist, gewinnt er viele neue Fans und Follower – und vielleicht auch so manches neue, junge Vereinsmitglied.

Die besten Vereinsreden – Von Antritt bis Abschied
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