Erweiterter Vorstand

Wichtige Aufgaben innerhalb des Vereins

Der erweiterte Vorstand ist nicht Vorstand im Sinne des Gesetzes (§ 26 BGB), also nicht BGB-Vorstand. Er nimmt lediglich die Funktionen wahr, die nach der Satzung innerhalb des Vereins übertragen sind. Dabei kann es sich um interne Führungsaufgaben, um Beratungsfunktionen oder aber auch um Angelegenheiten handeln, die allgemein durch Beschlussfassung geregelt werden. Aber selbst das ist möglich: Die Vertretungsmacht des Vorstands kann in der Weise beschränkt werden, dass etwa zum Abschluss von Verträgen die Zustimmung des erweiterten Vorstands erforderlich ist.

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Regelungen in der Satzung sind wichtig

Auch wenn ein erweiterter Vorstand in der Vereinspraxis eine überaus wichtige Rolle spielen kann, so ist er im Gesetz trotzdem nicht geregelt. Das hat zur Folge, dass die Satzung klare und unmissverständliche Regelungen zum erweiterten Vorstand enthalten muss. Nur so vermeiden Sie, dass es später auf Vorstandssitzungen und in Mitgliederversammlungen endlose Diskussionen darüber gibt, ob der erweiterte Vorstand überhaupt berechtigt war, bestimmte umstrittene Beschlüsse zu fassen.

Folgende Punkte müssen in der Satzung detailliert geregelt werden:

  • Zusammensetzung des erweiterten Vorstands,
  • Wahl seiner Mitglieder,
  • die ihm übertragenen Aufgaben,
  • Einberufung zu den Sitzungen,
  • Beschlussfähigkeit des erweiterten Vorstands,
  • Beurkundung seiner Beschlüsse.

Wie sich ein erweiterter Vorstand zusammensetzt, hängt naturgemäß ganz wesentlich von der Art und der Größe des Vereins ab. In Betracht kommen folgende Personen/ Funktionsträger:

Die Mitglieder des BGB-Vorstands, Kassenwart (soweit nicht schon BGB-Vorstand), Geschäftsführer, Schriftführer, Sportwart, Jugendwart, Sozialwart, Pressewart, Beisitzer.

Praxis-Tipp: Was die Anzahl der Beisitzer betrifft, so sollte sich die Satzung hierzu nicht festlegen. Am besten regelt die Satzung, dass „bis zu … Beisitzer“ dem erweiterten Vorstand angehören. Dann kann die Anzahl der Beisitzer den praktischen Erfordernissen angepasst werden, ohne dass etwa zeit- und kostenaufwändige Satzungsänderungen notwendig werden.

Beisitzer sind keine vertretungsberechtigten Mitglieder des Vorstands

Sie unterstützen den BGB-Vorstand (§ 26 BGB) bei seinen vielfältigen Aufgaben und ermöglichen oft erst eine funktionierende Vorstandsarbeit. Beisitzer können je nach Bedarf mit wechselnden Aufgaben betraut werden, aber ebenso auch mit konkreten Funktionen „belegt“ sein. Das ist dann meist in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt.

Beispiel: Ein Beisitzer ist ständiger Vertreter des Kassenwarts. Ein anderer Beisitzer unterstützt den Pressewart, indem er die Vereinszeitung managt. Ein dritter Beisitzer wiederum ist für die Versendung der Geburtstagsgrüße und Spendenbriefe zuständig.

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Praxis-Tipp: Was die Anzahl der Beisitzer betrifft, so sollte sich die Satzung hierzu nicht festlegen. Am besten regelt die Satzung, dass „bis zu … Beisitzer“ dem erweiterten Vorstand angehören. Dann kann die Anzahl der Beisitzer den praktischen Erfordernissen angepasst werden, ohne dass etwa zeit- und kostenaufwändige Satzungsänderungen notwendig werden.

Achtung: Für die Wahl zum Beisitzer ist wie sonst auch erforderlich, dass die betreffenden Personen die Wahl annehmen. Die Satzung kann ausdrücklich vorsehen, dass die Amtszeit zeitlich begrenzt ist. So sehen es praktisch alle Satzungen vor. Klassisch ist in diesem Zusammenhang die ergänzende Regelung, dass eine beliebig häufige Wiederwahl zulässig ist.

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