Superbanner
 
 
 

Sachspenden

Vereinswissen aktuell

Erhält Ihr gemeinnütziger Verein Sachzuwendungen, müssen Sie in der Zuwendungsbestätigung den Wert der Spende bestätigen und Angaben zur Wertermittlung machen (z. B. Angaben über Alter, Zustand, ehemaligen Kaufpreis). Außerdem ist der Verein verpflichtet, in der Spendenbescheinigung anzugeben, ob der gespendete Gegenstand aus dem Privatvermögen oder aus dem Betriebsvermögen des Spenders entnommen wurde.

Unterscheiden Sie im Einzelnen stets danach, ob Sie eine Sachspende von einer Privatperson oder einer Firma erhalten.

Sachspenden, privat: Das Problem bei privaten Sachspenden ist die richtige Wertangabe. Der Fiskus verlangt, dass Sachzuwendungen mit dem so genannten gemeinen Wert anzusetzen sind, also dem Verkehrswert einschließlich Umsatzsteuer. Bei neuen Sachspenden bereitet dies keine Probleme, da sich der Wert leicht ermitteln lässt (Kaufbeleg).

Sachspenden, gebraucht: Hier müssen Sie den aktuellen Wert anhand des ursprünglichen Kaufpreises, der Qualität, des Alters und des Zustands zum Zeitpunkt der Zuwendung schätzen. Keine leichte Aufgabe – zumal der Verein und der Vorstand für falsche Angaben haften. Zudem kann Ihr Verein seine Gemeinnützigkeit verlieren. Stellen Sie daher keine Gefälligkeitsbescheinigungen aus. Orientieren Sie sich bei der Schätzung des Werts am besten an den amtlichen Abschreibungstabellen.

Sachspenden, Firma: Hier muss Ihnen der Spender zunächst mitteilen, ob er die Sachspende seinem Betriebsvermögen entnommen hat oder privat spendet. Gehörte das Wirtschaftsgut zum Betriebsvermögen seiner Firma oder Praxis, darf der ermittelte Wert den so genannten Teilwert oder den Buchwert plus Umsatzsteuer nicht übersteigen. Der Buchwert ist der Wert, mit dem das gespendete Wirtschaftsgut noch in den Büchern der Firma gestanden hat. Der Teilwert ist der tatsächliche Wert und liegt damit meist beträchtlich höher.

Entnimmt der Spender das Wirtschaftsgut zum Teilwert, muss er die darin enthaltenen stillen Reserven (Teilwert minus Buchwert) versteuern. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber das so genannte Buchwertprinzip geschaffen, also die Entnahme zum Buchwert.

Dies ist nur möglich, wenn die Firma das Wirtschaftsgut für mildtätige, kirchliche, religiöse, wissenschaftliche und besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke spendet.

Faustregel: Stellen Sie höchstens eine Zuwendungsbescheinigung in der Höhe aus, in der die Firma das gespendete Wirtschaftsgut dem Betriebsvermögen entnommen hat. Ist das Unternehmen umsatzsteuerpflichtig, dürfen Sie den Wert um die gesetzliche Umsatzsteuer erhöhen.

 

Möchten Sie mehr zu dem Thema erfahren? Dann klicken Sie hier und testen Sie  „Schatzmeister aktuell“ 30 Tage kostenlos!

 
 
 
 
 
 
 
Wide Skyscraper
Full Banner