Rücktritt beim Amtsgericht melden?

  • This topic has 1 Antwort, 2 Teilnehmer, and was last updated vor 1 Jahr, 2 Monate by  Tom.
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    Hallo, wegen Unvereinbarkeit der Vorstellungen bin ich vor 4 Wochen nach langer Überlegung aus dem 5-köpfigen Vereinsvorstand zurückgetreten. Ich musste im Oktober 2018 das Amt der Kassenwartin übernehmen, da die vorherigen Kassenwartin es gesundheitlich nicht geschafft hat, dieses ordnungsgemäß zu führen und sich auch nicht gern an Vorschriften hält. Es macht sehr viel Arbeit ihre Fehler auszumerzen. Sie ist weiter im Vorstand tätig und nimmt viel Einfluss.
    Meine Befürchtung ist seit langem, dass wir als Verein (bzw. Vorstand) deswegen irgendwann einmal in große Schwierigkeiten kommen. Um mein Risiko zu minimieren, bin ich zurückgetreten. Ich führe nach wie vor die Kasse und mache die Mitgliederverwaltung, denn sonst ist der Verein funktionsunfähig.
    In den letzten Wochen hat der restliche Vorstand eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur Suche für die Nachfolge (lt. Satzung innerhalb von 2 Monaten durchzuführen) verworfen, da sie zu viert nicht handlungsunfähig sind. Nun soll heute per Email unter den Mitgliedern nach Nachfolgern gesucht werden.
    Meine Fragen sind:
    Bin ich immer noch in der Haftung, obwohl ich zurückgetreten bin? (Das macht mich sehr nervös, weil ich ja nun nicht mehr an Vorstandssitzungen teilnehme und gar nicht mehr auf die Entscheidungen einwirken kann…)
    Wer muss dem Amtsgericht meinen Rücktritt melden, und wann?
    Wenn sich kein Nachfolger findet, was dann? Muss ich bis zur JHV weitermachen?
    Ich will dem Verein nicht schaden, aber für die Versäumnisse des Vorstands und der Ex-Kassenwartin nicht gerade stehen müssen!
    Vielen Dank im Voraus
    S. Iwalos

    Tom Tom

    Zu erst einmal, wenn Sie zurückgetreten sind und in der Satzung nicht davon steht, dass Sie das Amt weiter inne haben bis ein Nachfolger gewählt wurde, sind Sie kein Kassenwart mehr. Rücktritt ist Rücktritt.
    Dann sollten Sie auch tunlichst in dieser Richtung nicht mehr machen. Haftbar sind Sie nur für die Dinge, die während ihrer Amtszeit erfolgt sind. Achten Sie darauf, das bei der nächste JHV bei der Entlastung nicht nur der amtierende Vorstand/Kassenwart entlastet wird, sondern auch sie als ausgeschiedener.
    Auch sollten Sie zur Übergabe des Amtes auf eine Kassenprüfung bestehen, damit Sie nachweisen können, dass alles ordnungsgemäß gelaufen ist, auch wichtig bzgl. der Entlastung.
    Dennoch würde ich protokollieren welche Ungereimtheiten Sie von ihrer Vorgängerin übernommen haben und welche davon in ihrer Amtszeit bereinigt wurden. (Selbstschutz).
    Sie können selbstverständlich dem Registergericht mitteilen, dass Sie aus dem Amt ausgeschieden sind. Im allgemeinen erfolgt dies aber mit dem Eintrag des Nachfolgers.

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