Auflösung des Vereins

Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden

Für den Beschluss ist eine 3/4-Mehrheit erforderlich (§ 41 BGB). Die Satzung kann eine abweichende Mehrheit vorsehen (z. B. 2/3-Mehrheit, aber auch Einstimmigkeit).

Daneben kommt auch in folgenden Fällen eine Auflösung des Vereins in Betracht:

  • Zeitablauf: In der Satzung kann geregelt werden, dass der Verein nach Ablauf eines bestimmten Zeitraums aufgelöst wird. Die Auflösung des Vereins erfolgt dann automatisch. Ein Auflösungsbeschluss ist nicht erforderlich. Durch (rechtzeitige) Satzungsänderung kann die Fortsetzung des Vereins beschlossen werden.
  • Insolvenz: Der Verein wird aufgelöst, wenn über sein Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist. Kein Auflösungsgrund ist es hingegen, wenn es das Gericht ablehnt, das Insolvenzverfahren zu eröffnen.

Weitere Gründe zur Beendigung des Vereins

Erlöschen des Vereins

Der Verein erlischt ohne vorherige Auflösung, wenn alle Mitglieder durch Austritt, Ausschluss oder Tod weggefallen sind. Gleiches gilt, wenn der Verein zwar noch Mitglieder hat, diese sich aber seit Jahren nicht mehr aktiv betätigt und den Vereinszweck endgültig aufgegeben haben.

Zusammenschluss von Vereinen

Mehrere Arten von Verschmelzungen

Ein Zusammenschluss von Vereinen kann dadurch erfolgen, dass ein Verein einen anderen aufnimmt oder zwei (oder auch mehrere) Vereine sich zu einem neuen Verein zusammenschließen.

Bei einem Zusammenschluss durch Aufnahme eines Vereins tritt der aufnehmende Verein in die Rechte und Pflichten des aufgenommenen Vereins ein. Schließen sich bestehende Vereine zu einem neuen Verein zusammen, ist der neue Verein der Rechtsnachfolger der alten Vereine. Maßgeblicher Zeitpunkt ist die Eintragung des neuen Vereins im Vereinsregister.

Ein Zusammenschluss setzt voraus, dass

  • die Satzungen der beteiligten Vereine einer Verschmelzung nicht entgegenstehen;
  • die Vermögen der beteiligten Vereine festgestellt sind;
  • die Modalitäten der Fusion vertraglich geregelt werden;
  • die Mitglieder der beteiligten Vereine der Fusion mit der dafür vorgesehnen gesetzlichen bzw. satzungsmäßigen Mehrheit zugestimmt haben und
  • der Zusammenschluss notariell beurkundet wird.

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Praxislexikon Vereinssatzung
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