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Abberufung des Vorstands

Vereinswissen aktuell

Die Bestellung zum Vorstand kann jederzeit widerrufen werden (§ 27 BGB). Diese Regelung ist zwingend (§ 40 BGB), kann also durch die Vereinssatzung nicht ausgeschlossen werden. Entgegen weit verbreiteter Meinung ist die Abberufung auch nicht für die Dauer der Amtszeit des Vorstands ausgeschlossen.

Die Vereinssatzung kann die Abberufung allerdings auf den Fall beschränken, dass ein wichtiger Grund vorliegt. Voraussetzung ist eine klare und eindeutige Regelung.

Als wichtiger Grund kommen beispielsweise eine grobe Pflichtverletzung oder die Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung in Betracht. Ob im konkreten Einzelfall tatsächlich ein wichtiger Grund für eine Abberufung vorliegt, ist gerichtlich überprüfbar. Die Abberufung des Vorstands erfolgt durch das Vereinsorgan, das für die Vorstandsbestellung zuständig ist. Das ist in der Regel die Mitgliederversammlung. Zulässig ist es aber auch, die Zuständigkeit für die Vorstandsbestellung und für die Abberufung verschiedenen Vereinsorganen zuzuweisen.

Beispiel: Vorstandsbestellung durch die Mitgliederversammlung, Abberufung durch den Ehrenausschuss.

Achtung: Der Vorstand hat vor der Abberufung keinen Anspruch auf rechtliches Gehör. Vorstandsmitglieder, die abberufen werden sollen, müssen vor der Entscheidung darüber also nicht durch die Mitgliederversammlung (oder ein anderes zuständiges Organ) angehört werden.

 

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