Aufwandsentschädigungen – Nicht Satzungskonform?

  • This topic has 2 Antworten, 2 Teilnehmer, and was last updated vor 1 Jahr, 6 Monate by  Storky.
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    Guten Tag,

    Wir bereiten gerade unsere JHV vor und müssen einige Änderungen an der Satzung vornehmen. Im Vorstand sind wir die aktuelle Satzung durchgegangen und haben einige Fehler und Verbesserungen entdeckt, die leicht zu korrigieren sind. Bei einem Passus sind wir aber nicht weitergekommen, da wir diesen unterschiedlih Interpretieren.

    Es geht natürlcih ums Geld:
    § 4 Mittelverwendung
    Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

    Der wurde aus einer Mustersatzung vor 1,5 Jahren bei der Gründung einfach übernommen. Für uns stellt sich die Frage, wenn wir einem Trainer, Spieler oder auch sonstige Aufgabenträger eine Aufwandsentsentschädigung zahlen wollten (Kilometergeld, Bar etc.), ob wir das überhaupt dürfen.

    Die Meinungen im Vorstand gingen da weit auseinander.

    Zwecke des Vereins sind wie folgt:
    §2 Zweck des Vereins
    Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts
    „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck des Vereins ist die Pflege und Förderung des Dartsports.
    Der Zweck wird insbesondere verwirklicht durch
    – Teilnahme am Liga-Betrieb des Nordrhein-Westfälischen Dart Verbandes,
    – Teilnahme an Turnieren,
    – Pflege und Verbreitung des Dartsports,
    – Öffentlichkeitsarbeit zur Aufklärung über den Dartsport,
    – Kontinuierliche Verbesserung der sportlichen Leistungen,
    – Zusammenarbeit mit dem Nordrhein-Westfälischen Dart Verbandes dessen Mitglied der Verein ist.

    Können sie uns die richtige Interpretation nennen, bzw. evtl. haben sie einen Verbesserungsvorschlag, wie wir den Punkt besser formulieren können.

    hbaumann hbaumann

    Dieser besagte Satz ist wird durch die Abgabenordnung für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit verlangt. Der bedeutet aber lediglich, dass Mitglieder keine Zuwendungen aus dem Vermögen des Vereins erhalten dürfen, nur in ihrer Eigenschaft als Mitglied. Z.B. ist es nicht möglich, am Jahresende Beitragsüberschüsse als sog. Gewinnbeteiligung wieder auszuschütten.

    Erbringt jemand aber eine Leistung für den Verein, kann er problemlos angemessen dafür honoriert werden. Ansonsten könnte ja kein Verein z.B. Übungsleiter beschäftigen.

    Entstehen einer Person Auslagen, können diese ebenfalls entspr. § 670 BGB erstattet werden.

    H. Baumann

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    Kein Profilbild vorhanden Storky

    Super. Danke

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